Eigentlich kann ich mich nicht beschweren. Ich bin zwar krank, doch ich bin damit immerhin nicht allein – jedenfalls die meiste Zeit. Jetzt stehen mir allerdings einige sehr herausfordernde Tage bevor. Mein Mann reist in die Schweiz.


Was, wenn…

Seit mein Körper unberechenbar geworden ist, hasse ich es, allein mit ihm sein zu müssen. Doch nicht wegen mir; nicht, weil meine Symptome so grauenvoll sind. Sondern wegen unserer Kinder. Denn wenn ich allein bin, muss ich mir immer die Frage stellen: Was, wenn ich jetzt endgültig zerbreche und niemand da ist, um unsere Kinder zu beschützen?

Kopfpampe

Vorhin saß ich mit unserem Sohn auf der Schaukel. Wir schaukelten, obwohl der Druck in meinem Kopf bestialisch war und sich mein Gehirn wie pürierte Pampe anfühlte. Doch die Sonne schien und unser Sohn soll nicht mit einer Mutter aufwachsen, die alles meidet, was Spaß bringt.

Im Gras

Jedenfalls legten wir uns nach einer Weile ins Gras, kuschelten und ich genoss die letzten Minuten, bevor mein Mann aufbrach, um für ein Meeting in die Schweiz zu reisen. Drei Tage ohne ihn – ein haarsträubender Gedanke. Hoffentlich hält sich mein Zustand. Hoffentlich bleibt unseren Kindern ein nächtlicher Besuch in der Notaufnahme erspart, weil Mamas Herz mal wieder Achterbahn spielt oder irgendein anderes Ventil unter Überdruck leidet.