Kryptopyrrolurie

Unter dem Begriff Kryptopyrrolurie (KPU) wird eine bislang wissenschaftlich nicht eindeutig bestätigte Stoffwechselstörung beschrieben. Dem zugrunde liegenden Modell zufolge sollen vermehrt bestimmte Pyrrolverbindungen bzw. Hydroxyhemopyrrolin-2-on (HPL) ausgeschieden werden, wodurch insbesondere Zink und Vitamin B6 verloren gehen könnten.

Symptome laut Praxis-Posdzech:

  • starke Benommenheit 
  • Drehschwindel oder Schwankschwindel beim aufrechten Sitzen – kurze aber heftige Attacken, manchmal so stark, dass man sich am Tisch oder Stuhl festhalten muss um die Orientierung zu behalten bzw. wiederzuerlangen
  • Konzentrationsstörungen
  • Unwirklichkeitsgefühl, als sei man nicht richtig in der Wirklichkeit
  • Depression, Minderwertigkeitsgefühle, sondert sich ab, lebt zurückgezogen, Weltschmerz
  • Reizüberflutung durch zu viele Reize (Supermarkt, Menschenansammlungen) – ist dann wie leer im Kopf, kann nicht denken
    Angst- und Panikattacken
  • schnelle Reizüberflutung durch Lärm und durch die Anwesenheit vieler Menschen (Feten, Kneipenbesuch, Schulhof)
  • Hörschwierigkeiten bei Lärm – versteht nicht, was gesagt wird
  • kann nichts auswendig lernen, merkt sich keine Namen und Gesichter
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis (nach 10 Sekunden ist der Gedanke schon wieder vergessen) – muss sich alles aufschreiben
  • „sobald im Alltag was anders ist, ist die Sortierung weg, es fällt alles zusammen“
  • Träume werden gar nicht oder nur selten erinnert (Hinweis auf eingeschränkte Gehirnleistung)
  • als Kompensation oft ausgezeichnetes logisches Denken oder starke künstlerische Neigungen
  • überbewegliche Gelenke
  • Mundgeruch
  • schlechte Immunabwehr, oft erkältet
  • Verdauungsstörungen mit Schmerzen und Beschwerden, Histamin-Unverträglichkeit, Neigung zu andauernden Entzündungen innerlich und äußerlich
  • schlechte Entgiftung, verträgt keinen Alkohol („betrunken“ nach einem Bier), verträgt andere Substanzen nicht
  • eingerissenes Bindegewebe („Schwangerschaftsstreifen“), Gefahr schwerer Komplikationen durch schwaches Bindegewebe (Aorten-Schäden und andere)
  • Menstruationsstörungen, starke Schmerzen während Menstruation
  • sehr schwach, Energiemangel, keine Ausdauer (weil ATP Bildung verringert)
  • weiße Flecken auf den Fingernägeln
  • enge Zahnstellung
  • blass, dunkle Augenringe

Mit KPU werden vor allem unspezifische Beschwerden wie Benommenheit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Lärmempfindlichkeit, Erschöpfung oder depressive Verstimmung in Verbindung gebracht. Vitamin B6 und Zink sind tatsächlich an zahlreichen Vorgängen im Nervensystem beteiligt, unter anderem an der Synthese und Regulation verschiedener Neurotransmitter.

Wichtig ist allerdings: Ob erhöhte Pyrrol- bzw. HPL-Werte tatsächlich einen klinisch relevanten Verlust dieser Mikronährstoffe verursachen und ob KPU eine eigenständige Erkrankung darstellt, ist bislang nicht ausreichend belegt. Auch die Aussagekraft der angebotenen Urintests wird wissenschaftlich kontrovers beurteilt.

Mehr kostenlose Infos gibt es hier.

Und hier mal eine kritische Auseinandersetzung.

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