{"id":23,"date":"2017-07-18T10:59:00","date_gmt":"2017-07-18T08:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/?p=23"},"modified":"2023-05-11T16:51:48","modified_gmt":"2023-05-11T14:51:48","slug":"mein-freundlicher-schwindel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2017\/07\/18\/mein-freundlicher-schwindel\/","title":{"rendered":"Mein freundlicher Schwindel"},"content":{"rendered":"\n<p>In letzter Zeit erreichen mich viele Fragen zu einem Problem, das mich selbst nach Jahren noch r\u00e4tseln l\u00e4sst: Schwindel. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00c4rgernis<\/h2>\n\n\n\n<p>Glaubt nicht, hier sei jene Form gemeint, die auftritt, sobald der K\u00f6rper einem zu verstehen geben m\u00f6chte, dass er trinken, essen, schlafen oder \u00e4hnliche Missst\u00e4nde beseitigt haben will &#8211; insbesondere Missst\u00e4nde, die mir keinerlei \u00dcberlegung abverlangen d\u00fcrften. Nein, diese Art Schwindel ist das wohl hartn\u00e4ckigste \u00c4rgernis, das mir je begegnet ist. Doch eines m\u00f6chte ich &#8211; insbesondere wegen des Titels &#8211; vorausschicken: Es war offensichtlich nicht in b\u00f6ser Absicht gekommen. \ud83d\ude09 <\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">F\u00fcr alle, die ihre Suche nach einer dauerhaften L\u00f6sung quer durch hunderte Foren und letztendlich hierher gef\u00fchrt hat, soll dieser Eintrag zum einen die Gewissheit sein, dass sie damit nicht allein sind. Es gibt Unz\u00e4hlige, und alle f\u00fchlen sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter missverstanden, abgewiesen oder glauben allm\u00e4hlich, besser in einer psychiatrischen Einrichtung aufgehoben zu sein, wo jede einzelne nicht ganz festsitzende Schraube in Augenschein genommen wird. Zum anderen ist das, was ihr gleich lesen werdet, gedacht als kleine Kopfw\u00e4sche. Ich hoffe sehr, dass sie ihren Zweck erf\u00fcllt.&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor ich jedoch wage, aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen zu plaudern, bestehe ich zu allererst darauf, eure Erwartungen etwas zu b\u00e4ndigen. <strong>Ich bin ke<span style=\"font-size: 1rem;\">ine \u00c4rztin.<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 1rem;\"> Schon gar nicht z\u00e4hle ich mich zu den Leuten, die behaupten, ein alles in den Schatten stellendes Heilmittel gefunden zu haben. Alles, was ich hier schreibe, beruht auf meinen eigenen Beobachtungen, Erfahrungen und Schlussfolgerungen. Aus diesem Grund rate ich euch, beim Lesen einen gewissen Sicherheitsabstand einzuhalten. Zweifelt ruhig und denkt dar\u00fcber nach. Nicht umsonst geh\u00f6rt Schwindel zu einem der vielf\u00f6rmigsten und undurchdringlichsten Symptome, hinter dem sich ein Rattenschwanz m\u00f6glicher Ursachen verbirgt. Begonnen bei Schnupfen, bis hin zu Herzkrankheiten, oder Hirntumore, andere Tumore, Allergien, Augenkrankheiten, Beinl\u00e4ngendifferenzen, falsche Atmung (doch, doch, so etwas gibt es), Schwermetallvergiftung, Nervenentz\u00fcndungen, Ohrenkrankheiten, Muskelverh\u00e4rtungen, Angst, Steuererkl\u00e4rung&#8230; &#8211; ihr seht, letztendlich kann so gut wie alles Schwindel ausl\u00f6sen. Doch wenn die Ursache sich partout nicht finden lassen will, wird es knifflig.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kein Spinnennest im Ohr<\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Mein Schwindel begann im Sommer 2012. Ich stand in einer Buchhandlung vor einem gro\u00dfen Regal und wollte einen Blick auf die Klassiker in der oberen Reihe erhaschen, als mich dieses garstige Ungeheuer aus heiterem Himmel \u00fcberrumpelte. Als h\u00e4tte es den geheimen roten Zerst\u00f6rungsknopf unter meiner Sch\u00e4deldecke gefunden, den es blitzschnell dr\u00fcckte, ohne dass ich etwas h\u00e4tte ausrichten k\u00f6nnen, ver\u00e4nderte sich mein Leben innerhalb eines Wimpernschlags. Alles um mich herum fuhr pl\u00f6tzlich Karussell und ich hatte das Gef\u00fchl, in einer grauenvollen Endlosschleife festzustecken. <em>\u201eDie Hitze?\u201c<\/em>, r\u00e4tselte ich, krallte mich um den Arm meines Mannes und lie\u00df mich wie einen erlegten Bock nach Hause schleifen. Verschwitzt dort angekommen versank ich zwischen den Kissen meines Bettes, dazu verdammt, den Sturm in meinem Kopf auszusitzen, solange er andauern w\u00fcrde &#8211; mit Erfolg. Das Drehen verschwand! Doch ungl\u00fccklicherweise trat etwas anderes in Erscheinung: <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\"><strong>Schwanken. Benommenheit. Das Gef\u00fchl, ununterbrochen durch die Glaswand eines Aquariums zu starren. Sobald ich meine Blickrichtung \u00e4nderte, war es, als ob mein Gehirn M\u00fche hatte, zu folgen. Unwohlsein. M\u00fcdigkeit. Angst. Alles zusammen! <\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1434\" height=\"1077\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Skitterphoto-pexels-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7534\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Skitterphoto-pexels-edited.jpg 1434w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Skitterphoto-pexels-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Skitterphoto-pexels-edited-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Skitterphoto-pexels-edited-768x577.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1434px) 100vw, 1434px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>So sah der Himmel aus, als alles begann. (Foto: Skitterphoto &#8211; Pexels.com)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Am n\u00e4chsten Tag besuchte ich meinen Arzt. Er bem\u00fchte einige Tests, stellte fest, dass ich keinen Schlaganfall erlitten hatte, verschrieb mir Tabletten und schickte mich zur\u00fcck unter meine Bettdecke. Tage sp\u00e4ter, in denen keinerlei Besserung eingetreten war, kratze ich erneut an der Praxist\u00fcr und wurde prompt in Richtung Uniklinik umgelenkt. Nachdem zwei Neurologen mich von Kopf bis Fu\u00df mit H\u00e4mmern maltr\u00e4tiert hatten und ebenfalls zu dem beruhigenden Ergebnis gekommen waren, dass ich keinen Schlaganfall erlitten haben konnte, f\u00fcllten sie das breite Diagnosefeld zwischen Bergen kleingedruckter Unterlagen mit irgendwas in Richtung &#8222;psychogen&#8220; und verabschiedeten mich mit den Worten <em>&#8222;Sie haben Stress. Entspannen Sie sich.&#8220;&nbsp;<\/em><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Nun, wenn die \u00c4rzte sagen, ich habe Stress, muss es wohl so sein&#8230;&#8220;<\/em>, konnte ich noch scherzen und nahm f\u00fcr ein bisschen Ruhe vorerst Abstand von meiner Ursachensuche. Doch diese Ruhe machte mich wahnsinnig. So viel unbestimmte Zeit hatte ich schlie\u00dflich nicht; ich steckte mitten in meiner Ausbildung! Und was, wenn nicht Stress mein Problem war, sondern etwas, das so fr\u00fch wie m\u00f6glich bek\u00e4mpft oder aus mir herausgeschnitten werden musste?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"1279\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6322\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited.jpg 1707w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Pedro-Figueras-pexels-edited-1536x1151.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Eines habe ich gelernt: Wenn \u00c4rzte nicht wissen, was sie tun sollen, diagnostizieren sie Stress. (Foto: Pedro Figueras &#8211; Pexels.com)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ihr seht, ich war <em>etwas<\/em> in Sorge. Und mit der Zeit wurde daraus Verzweiflung. Kein Arzt konnte etwas entdecken, so sehr ich es mir auch w\u00fcnschte. Ein Fleck im MRT, eine Auff\u00e4lligkeit im Blut, ein Spinnennest im Ohr &#8211; irgendeine Form von Gewissheit musste es doch f\u00fcr mich geben!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KNACK &#8211; Schwindel verschwunden<\/h2>\n\n\n\n<p>Die \u00c4rzte waren ratlos. Und deshalb gab es f\u00fcr mich auch keine Behandlung. Aus diesem Grund verordnete ich mir einfach selbst eine Therapie, und zwar mit <em>&#8222;Hei\u00dfen Rollen&#8220;<\/em> &#8211; die ich als damalige Ergotherapie-Sch\u00fclerin wirklich bildh\u00fcbsch zu wickeln und mindestens genauso schwungvoll anzuwenden wusste. So geheimnisvoll und privilegiert euch diese Technik vielleicht vorkommen mag, eine <em>&#8222;Hei\u00dfe Rolle&#8220;<\/em> ist nichts anderes als ein straff zu einer Wurst gerolltes Handtuch, das mit kochendem Wasser getr\u00e4nkt ist und mittels kurzer Tupfer entlang eines Muskels appliziert wird. <em>&#8222;Stress spannt Muskeln an&#8220;<\/em>, war damals mein Gedanke, mit dem ich an der Diagnose der Neurologen ankn\u00fcpfte. <em>&#8222;Also muss ich meine Muskeln lockern.&#8220;<\/em> Die Frage war nur, welche. <em>&#8222;Die um die Halswirbels\u00e4ule!&#8220;<\/em>, entschied ich optimistisch und tupfte t\u00e4glich mit meiner Hei\u00dfen Rolle gro\u00dffl\u00e4chig meinen Schulter- und Halsbereich ab. <em>&#8222;Das alles liegt schlie\u00dflich in n\u00e4chster N\u00e4he zum Kopf und dort schwindelts schlie\u00dflich&#8220;<\/em>, war mein nobelpreistauglicher Gedankengang. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1921\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6321\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Karolina-Grabowska_pexels-2-edited-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Meine z\u00fcndende Idee: Die Halswirbels\u00e4ule ist schuld an meiner Misere. (Foto: Karolina Grabowska &#8211; Pexels.com)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und irgendwann machte es dann KNACK! Irgendwo im Hals &#8211; wo, war mir egal. Denn von diesem Moment an reduzierte sich das Schwanken von Tag zu Tag. Bis es verschwunden war. Und zwar f\u00fcr zwei ganze Jahre (in denen ich unter anderem eine beschwerdefreie Schwangerschaft genoss)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Er kam zur\u00fcck<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach meinen Abschlusspr\u00fcfungen, f\u00fcr die ich aus bestimmten Gr\u00fcnden nur zwei Wochen Vorbereitungszeit hatte (soll bedeuten: Ja, ich hatte Stress!), begann das Desaster von Neuem. Doch diesmal konnten meine Hei\u00dfen Rollen nichts ausrichten, ebensowenig Besuche bei verschiedenen Osteopathen und Co. Also wandte ich mich an meine aktuelle Haus\u00e4rztin, die profunde Kenntnisse in Alternativer Medizin vorzuweisen hat, und unterzog mich blind einer Neuraltherapie, mehreren Dorntherapien und lie\u00df mir hochdosiert Vitamin B12 verabreichen. Es half! Zumindest einige Wochen. Bis der Schwindel, dem es nunmehr zu gefallen schien, sich immer \u00f6fter mit pl\u00f6tzlichen Karussellfahrten anzuk\u00fcndigen, schlie\u00dflich so fest zugepackt hatte, dass mir keine M\u00f6glichkeit mehr blieb, ihm zu entwischen. Doch das war nicht das Schlimmste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Missempfindungen in der gesamten linken K\u00f6rperh\u00e4lfte, Panik, Herzrasen, sobald ich mich setzte oder eine liegende Position einnahm, hoher Blutdruck, der mich aus dem Nichts \u00fcberfiel, Schwei\u00dfausbr\u00fcche, Todesangst &#8211; ich war vollkommen am Ende. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Atlaskorrektur<\/h2>\n\n\n\n<p>Genau wie ihr w\u00fchlte ich tief im Internet nach L\u00f6sungsans\u00e4tzen, nach raffinierten Erkl\u00e4rungen, nach Therapiem\u00f6glichkeiten und vielversprechenden Berichten geheilter Leute &#8211;&nbsp;und stie\u00df auf Atlantotec, eine unter vielen Innovationen aus dem gro\u00dfen Dschungel der therapeutischen Vielfalt. Dort hie\u00df es: Ein nicht korrekt in Position sitzender Atlas (damit ist der erste Halswirbel gemeint) sei wom\u00f6glich schuld an dem ganzen \u00dcbel. Es br\u00e4uchte nichts weiter als eine einmalige und schonende Korrektur und allenfalls noch ein F\u00fcnkchen mehr Geduld &#8211; und schon ist alles weg. <em>&#8222;Schlimmer kann es ja nicht werden&#8220;<\/em>, dachte ich blau\u00e4ugig und vereinbarte einen Termin. <\/p>\n\n\n\n<p>Und wisst ihr, ich kann im Grunde nicht schimpfen. Zwei sehr freundliche Atlastechniker nahmen sich viel Zeit, mir den Zusammenhang zwischen Atlasfehlstellung und meinen Symptomen zu erkl\u00e4ren (darauf verzichte ich an dieser Stelle). Selbstverst\u00e4ndlich wurde genau gepr\u00fcft, ob solch eine \u00fcberhaupt vorlag. Und tats\u00e4chlich: Mein Atlas sa\u00df nicht dort, wo er hingeh\u00f6rte. Was allerdings enorm und dramatisch klingt, war in Wirklichkeit nur eine kleine Abweichung, eine, die manch einer, ohne jemals Kenntnis davon zu erlangen, sogar bis in den Sarg herumtr\u00e4gt. Klar, schlie\u00dflich ist kein K\u00f6rper perfekt symmetrisch. Aber warum eigentlich? Ist Symmetrie etwa nicht das Optimum? Hmm&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, wie lief das Ganze ab? Ich musste mich im BH vor eine Wand stellen, an der in bestimmten Abst\u00e4nden dicke, von links nach rechts verlaufende Linien angezeichnet waren. Einer der Therapeuten wies mich an, dicht davor verschiedene Positionen einzunehmen, die fotografiert wurden, sodass man nachher einen Vergleich parat hatte. Anschlie\u00dfend durfte ich mich mit dem Kopf nach unten auf einer Liege niederlassen (f\u00fcr das Gesicht gab es eine kleine Aussparung) und einer der M\u00e4nner begann, mit einem vibrierenden Stab meine gesamte R\u00fcckenmuskulatur, beginnend vom Po bis zum Hinterkopf, zu lockern. Das dauerte eine ganze Weile. Als er damit fertig war, f\u00fchlte ich mich wie Pudding &#8211; instabil, schwach. Aber so sollte es sein. Denn im Grunde musste ich vollst\u00e4ndig resettet werden. S\u00e4mtliche Muskeln, die vor einer halben Stunde noch wie verr\u00fcckt angespannt waren, mit unbeirrbarer Absicht, meine Gelenke zusammenzuhalten, erfuhren zum ersten Mal seit einer Ewigkeit, was Entspannung bedeutet. Die Korrektur konnte beginnen. Und zwar mit einem Ding, das ich noch heute als Mini-Presslufthammer bezeichnen w\u00fcrde. Dort, wo mein Atlas ein St\u00fcck zu weit aus seiner Position ragte, wurde dieses Ding angesetzt, angeschaltet und mit Kraft in die entgegengesetzte Richtung gedr\u00fcckt. In diesem Moment musste ich einsehen, dass der zahllos belobte, schonende Teil ganz offensichtlich vorbei war. Mehr noch: Es tat f\u00fcrchterlich weh. Und als es getan war, f\u00fchlte ich mich wirklich beschissen. Nichtsdestotrotz, es ging wieder an die gestreifte Fotowand. Der Therapeut schoss wie zu Beginn einige Bilder und nachdem ich wieder eingekleidet war, zeigte er mir die durch die Linien sichtbar gewordenen Unterschiede meiner K\u00f6rperhaltung. Unterschiede, die ich zwar nicht erkennen konnte, doch das spielte f\u00fcr den Augenblick keine Rolle. Ich wollte nur noch nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zeit danach<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Danach war die H\u00f6lle. Mein K\u00f6rper, bald wieder ganz der Alte, rebellierte!<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Bluthochdruck, den ich bis unter die Ohren sp\u00fcrte, Schwindel, Herzrasen, Wahrnehmungsst\u00f6rungen, panische Angst! <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Spuk dauerte drei Tage. Drei Tage, in denen meine einzige M\u00f6glichkeit, das Durcheinander in mir in Schach zu halten, darin bestand, meinen Kopf m\u00f6glichst nicht zur Ruhe kommen zu lassen &#8211; etwa so als versuchte man, ein hei\u00dfes Ei in seiner Hand zu balancieren, da es keine M\u00f6glichkeit gibt, es einfach abzulegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wehe dem, dem an dieser Stelle der Begriff &#8222;Erstverschlimmerung&#8220; in den Sinn kommt. Das ist Etikettenschwindel per excellence, zumindest wenn man das Pech hat, sich einer vollkommen kontraindizierten Behandlung unterzogen zu haben. Der Leitsatz dazu k\u00f6nnte lauten: Eine Erstverschlimmerung, die keine Besserung nach sich zieht, ist einfach nur eine Verschlimmerung. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte mehr oder weniger Gl\u00fcck. Mein Atlas nahm schon kurze Zeit sp\u00e4ter wieder seine Ausgangsposition ein und die Symptomatik beruhigte sich. Bis vorerst nur noch eines blieb: der Schwankschwindel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Meine L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p>Mein Weg aus dem Chaos hatte und hat noch immer etwas mit Einsicht zu tun. Ich begann eine Psychotherapie. Nicht, weil ich glaubte, mein Leiden sei Ausdruck eines verborgenen Konflikts oder das Ergebnis mangelnder Stressbew\u00e4ltigung (jedenfalls nicht im Sinne meiner Neurologen). Ich glaubte auch nicht, von einer Angsterkrankung ergriffen worden zu sein oder einem anderen &#8222;Defekt&#8220;, der den Schwindel wom\u00f6glich nur als Spross einer psychischen Wurzel abstempelt &#8211; zumindest noch nicht. Nein, ich suchte eher nach einer Art St\u00fctze, nach jemandem, der aus einer gewissen Distanz heraus ein Auge auf mich wirft, w\u00e4hrend ich beginne, mir einige Fragen zu stellen. Fragen, die vielleicht beantworten, was all das zu bedeuten hat &#8211; insbesondere was es mit mir zu tun hat und was genau ich daf\u00fcr kann. Da kam einiges zusammen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1707\" height=\"1279\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6320\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited.jpg 1707w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Cottonbro-Pexels-1-edited-1536x1151.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ich begann eine Psychotherapie. Immerhin wurde ich dort ernstgenommen. (Foto: Cottonbro &#8211; Pexels.com)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als erstes musste ich mir eingestehen, dass ich ein ziemlich bequemer Mensch war. Was immer diesen Schwindel verursachte, am schlimmsten war es mir ergangen, als ich versucht hatte, die L\u00f6sung bei jemand anderes zu suchen. Bei jemandem, der versprach, nur einen Knopf (in diesem Fall meinen Atlas) dr\u00fccken zu m\u00fcssen und Heilung w\u00fcrde eintreten. Ziemlich einf\u00e4ltig. \u00dcber die Antworten, die mein K\u00f6rper mir unmissverst\u00e4ndlich erteilte, brauchte ich mich also wirklich nicht zu wundern: Panik, Herzrasen, Chaos &#8211; ich war ganz offensichtlich auf dem Holzweg! ICH musste handeln, niemand sonst. Also sch\u00fcrfte ich tiefer. Und sch\u00fcrfte. Und sch\u00fcrfte &#8211; und stie\u00df endlich auf einen Zusammenhang. Leider keinen erfreulichen, doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Meine Helfer<\/h2>\n\n\n\n<p>Gut, ich hatte nun also Ursachen gefunden. Oder zumindest Faktoren, die wie Z\u00fcndstoff meinen Schwindel anstachelten. Doch genaugenommen war das Wissen darum nur ein halber Fortschritt. Wichtig war, dass ich bereit war, etwas zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die seelischen Wurzeln meines Leidens betraf und mein mittlerweile zu einem Nichts geschrumpfte Stressresistenz: Daf\u00fcr hatte ich meinen Psychologen. Doch auch mein K\u00f6rper brauchte unbedingt Hilfe. Ich suchte mir deshalb erneut einen Therapeuten. Jedoch nicht wieder einen, dem ich die Verantwortung f\u00fcr mich selbst wie eine unliebsame Aufgabe unterjubeln konnte. Ich suchte nach jemandem, der mir ganz im urspr\u00fcnglichen Sinne des Wortes <em>&#8222;Therapeut&#8220;<\/em> (Klugschei\u00dfermodus an: Aus dem Griechischen f\u00fcr Gef\u00e4hrte) hilft, mich selbst gesund zu machen, mochte es auch bedeuten, dass der Weg dorthin beschwerlich und lang sein w\u00fcrde. Ihr wollt sicher wissen, wen ich mir ausgesucht habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Genaugenommen sind es sogar drei. Drei in England ausgebildete Spezialisten, die f\u00fcnf Jahre nichts anderes als den menschlichen Bewegungsapparat und dessen Funktionsweisen studiert haben und die deshalb f\u00e4hig sind, Zusammenspiele zwischen den entlegensten Strukturen wie mit einer R\u00f6ntgenbrille zu erkennen und f\u00fcr die Behandlung unterschiedlichster Beschwerdebilder zu nutzen. Sie hei\u00dfen Chiropraktoren &#8211; die aber um Himmels Willen nicht mit Chiropraktikern (die sich bl\u00f6derweise aber ebenfalls Chiropraktoren nennen d\u00fcrfen) verwechselt werden m\u00f6chten. Chiropraktoren werden in Deutschland leider nicht ausgebildet, den Beruf des Chiropraktikers hingegen kann man in relativ kurzer Zeit und unter gewissen Voraussetzungen auch hierzulande erlernen. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es noch weitere Unterschiede, doch an dieser Stelle m\u00f6chte ich mich mit Vergleichen ein wenig zur\u00fcckhalten. Es liegt mir wirklich fern, bestimmte Berufsgruppen entsprechend irgendeines Merkmals zu den Guten oder Schlechten zu sortieren. Meine pers\u00f6nliche Erfahrung mit drei dieser Chiropraktoren soll f\u00fcr den Moment das einzig Ausschlaggebende sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weg mit den Klischees<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu Beginn hatte ich Hemmungen, mich den H\u00e4nden eines Chiropraktors zu \u00fcberlassen. Denn in meinem Kopf geisterten allerhand Gruselvorstellungen und das Bild eines vom Einrenken und lauten Knackger\u00e4uschen besessenen Wahnsinnigen, der mir auf kurz oder lang einen waschechten Schlaganfall bescheren w\u00fcrde. Etliche Warnungen, die im Internet kursieren, erschreckten mich zus\u00e4tzlich. Trotzdem, verzweifelt und vor allem neugierig wie ich war, vereinbarte ich einen Termin. Ich w\u00fcrde mir nichts aufzwingen lassen, beschloss ich felsenfest, und behielt die M\u00f6glichkeit im Auge, dass sich diejenigen, die lauthals vor chiropraktischen Methoden warnen, schlichtweg v\u00f6llig t\u00e4uschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Termin dauerte etwa eine dreiviertel Stunde, wenn ich ich mich richtig erinnere. Der Chiropraktor h\u00f6rte sich aufmerksam an, was genau mich plagte und bat mich anschlie\u00dfend, einfache Bewegungsabfolgen, die er mir zeigte, nachzumachen. Um nicht zu l\u00fcgen: Unkoordinierter h\u00e4tten meine Bem\u00fchungen selbst dann nicht aussehen k\u00f6nnen, w\u00e4re mir zuvor, auf dem Weg in die Praxis, ein Backstein auf den Kopf gefallen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1440\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chiro-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6319\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chiro-edited.jpg 1440w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chiro-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chiro-edited-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chiro-edited-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Komisch, was ich alles machen muss&#8220;<\/em>, wunderte ich mich w\u00e4hrend des Auf- und Ablaufens, einiger Einbeinstandversuche und vielen anderen Kunstst\u00fccken, die mich regelrecht ins Schwitzen brachten. Nicht, weil sie unheimlich schwei\u00dftreibend waren. Sondern, weil es mir sagenhaft peinlich war, wie bl\u00f6d ich mich dabei anstellte. Als sich mein Termin dem Ende n\u00e4herte, pr\u00fcfte der Chiropraktor jedes meiner Gelenke hinsichtlich guter oder nicht ganz so guter Beweglichkeit.<em> &#8222;Gut und schlecht, das sind relative Begriffe&#8220;<\/em>, erkl\u00e4rte er konzentriert und notierte, was ihm aufgefallen war, in seinen Laptop.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei oder drei Tage sp\u00e4ter erschien ich erneut, diesmal jedoch, um zu erfahren, wo genau es bei mir hapert, wie die Behandlung aussehen k\u00f6nnte und was ich tun k\u00f6nnte, um Besserung zu erfahren. Der Chiropraktor zog ein Blatt Papier hervor, auf dem schematisch ein Mensch abgebildet war. In diesem Schema markierte er mit Rot die Stellen, die Anteil an meinem Schwindelproblem haben k\u00f6nnten und definitiv nicht meinem(!) Optimum entsprachen. Dazu gab es einen detaillierten Behandlungsplan und bereits einige Hausaufgaben. Was genau diese beinhalteten, werde ich hier nicht erl\u00e4utern, denn meine Baustellen sind schlie\u00dflich nicht die euren. Was ich euch stattdessen empfehle: Traut euch und besucht wie ich einen Chiropraktor. Solltet ihr zweifeln oder Angst haben, lest gern die sonnigen Antworten auf drei gro\u00dfe Klischees, mit denen ich meine Therapeuten im Laufe der Zeit konfrontiert habe:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. &#8222;Wie ist das mit dem Einrenken an der Wirbels\u00e4ule? Das tut sicher weh.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Ein Chiropraktor renkt nicht ein. Wenn \u00fcberhaupt, wird justiert&#8220;<\/em>, wird er euch erkl\u00e4ren. <em>&#8222;W\u00e4re einer Ihrer Wirbel ausgerenkt, w\u00e4ren Sie nicht hier, sondern br\u00e4uchten einen Neurochirurgen. Wir Chiropraktoren geben gezielte Impulse, damit Ihre Muskeln besser lockerlassen k\u00f6nnen und Ihre Gelenke zur optimalen Beweglichkeit zur\u00fcckfinden.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und ich kann euch versichern: Justieren tut nicht weh.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. &#8222;Aber Justieren ist doch trotzdem gef\u00e4hrlich. Dabei leiert alles aus und die umliegenden Gef\u00e4\u00dfe k\u00f6nnen rei\u00dfen, habe ich geh\u00f6rt.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Wenn Sie zum Friseur gehen und beim Haarewaschen den Kopf \u00fcberstrecken, ist die Gefahr, dass irgendetwas rei\u00dft, h\u00f6her, als durch den gezielten Impuls eines Chiropraktors. In F\u00e4llen, in denen so etwas tats\u00e4chlich geschehen ist, bestand zuvor bereits eine Sch\u00e4digung des betroffenen Gef\u00e4\u00dfes und es w\u00e4re auch ohne unser Zutun passiert. Was das Ausleiern betrifft: Ihre Finger leiern auch nicht aus, w\u00fcrden Sie sie ein Leben lang t\u00e4glich knacken lassen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. &#8222;Chiropraktoren behandeln Patienten so, dass sie immer wiederkommen m\u00fcssen.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Ein Chiropraktor k\u00f6nnte nicht unzufriedener sein, wenn seine Behandlung keinerlei Besserung bewirkt. Am liebsten ist es uns, wenn wir schnell Erfolge erzielen und Patienten durch uns lernen, sich selbst zu helfen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nichts hilft, wenn man nichts tut<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Behandlung der Chiropraktoren (die verglichen mit anderen in der Tat sehr schonend ist) hat mir deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, selbst aktiv zu werden. Jahrelange Fehlhaltungen, Muskelverh\u00e4rtungen, ob durch Stress oder perfektionierte Gewohnheiten, k\u00f6nnen nicht mittels Knopfdruck beseitigt werden. Nun gut, wom\u00f6glich k\u00f6nnen sie das sogar. Doch ich pers\u00f6nlich stelle mir das vor wie bei einem wackeligen Turm, den man notgedrungen seiner Spitze beraubt. Der Turm wirkt dadurch stabiler, denn er wackelt bei Wind etwas weniger. Doch was geschieht bei einem Unwetter? Beginne ich allerdings, vorsichtig am Fundament zu arbeiten, indem ich es sorgsam st\u00e4rke, kann mir die Turmspitze nicht mehr gef\u00e4hrlich werden. Denn ihre Stabilit\u00e4t richtet sich danach, worauf sie gebaut wurde. Zweifelsohne, aus statischer Sicht ist dieses Unterfangen sehr aufw\u00e4ndig. Besser w\u00e4re es, von Anfang an eine gute Substanz zu haben, auf der man aufbauen kann. Doch was bleibt einem \u00fcbrig? Andererseits: Ich bin mit meiner L\u00f6sungssuche ja noch nicht am Ende. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegt euch!<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber jetzt versteht mich blo\u00df nicht falsch. Erbarmungsloser Muskelaufbau ist nicht das, was ich als Fazit f\u00fcr mich aufgestellt habe. Doch ihr wiederum m\u00fcsst es nicht ausklammern. Denn vielleicht hilft es dem einen oder anderen, zweimal pro Woche ein Fitnessstudio zu besuchen und an bestimmten Ger\u00e4ten zu trainieren. Vielleicht hilft euch Radsport, vielleicht Hanteltraining oder 50 Liegest\u00fctze pro Tag. Vielleicht hilft euch Meditation oder der regelm\u00e4\u00dfige Besuch bei einem Chiropraktor, einem Chiropraktiker, einem Geistheiler, einem Personal Trainer oder einem Schamanen. Solange ihr sp\u00fcrt, dass es euch guttut, ist es (wahrscheinlich) richtig. Oder aber ihr geratet auf einen Irrweg. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, allm\u00e4hlich komme ich zum Kern der Sache. Es gibt n\u00e4mlich einen Bug: Behandlungen, die sich erstmal gut und vielversprechend anf\u00fchlen, lassen nur schlecht erahnen, wenn sie einem in Wirklichkeit schaden. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn alle Beschwerden, die ich habe, durch die Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe ausgel\u00f6st werden &#8211; Therapieman\u00f6ver, die meinen absurd hohen Muskeltonus senken und den Schwindel vertreiben sollen &#8211; muss meine n\u00e4chste \u00dcberlegung lauten: Verspannungen und Blockaden, \u00fcberall sind sie die Feinde der Physiotherapeuten, Osteopathen, Chiropraktoren und \u00c4rzte. Ist es wirklich undenkbar, dass unser K\u00f6rper manch schlimme Dinge initiiert, um uns vor Schlimmerem zu bewahren? Wie k\u00f6nnen wir uns da nur erdreisten, diese Bem\u00fchungen \u00fcber den Haufen zu werfen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ich nur fr\u00fcher auf diesen Gedanken gekommen w\u00e4re. Aber ich lasse den Kopf nicht h\u00e4ngen. Der beste Tipp, an den ich oft denke, stammt nichtsdestotrotz von einem meiner Chiropraktoren:<em> &#8222;Einfach Bewegung.&#8220;<\/em> Ja, bewegt euch! Unwichtig, wie, solange ihr es nur tut. Doch bitte nicht nur k\u00f6rperlich, sondern um Himmels Willen auch geistig! Missversteht den Schwindel oder was immer euch gerade plagt nicht als etwas, das euch sagt, ihr sollt stagnieren oder auf Teufel komm raus dagegen Krieg f\u00fchren. Tut etwas! Und dazu braucht ihr nicht einmal einen Mitgliedsausweis, der euch an die hohen monatlichen Beitr\u00e4ge erinnert, die ihr zahlt, um jeden Mittwoch aktiv sein zu m\u00fcssen. Denn was w\u00fcrde das schon bewirken &#8211; von noch mehr Stress und Anspannung einmal abgesehen. Mir pers\u00f6nlich reicht ein unebener Waldweg, ein mit Steinen gef\u00fcllter See oder Bach, B\u00e4ume, die ich (wenn ich nicht gerade schwanger bin \ud83d\ude42 ) mit unserer Tochter beklettere oder M\u00f6bel und Decken, die zu einem winkelreichen H\u00f6hlengeflecht werden, durch das ich mich wie eine Schlange hindurchschieben muss. Mir reicht es, dem Kind in mir zu erlauben, da zu sein und sich auszuprobieren. Und noch etwas: Luft! Ja, Luft. Klingt wom\u00f6glich banal, aber ich meine Luft, die ich nicht einfach nur konsumiere wie Fastfood. Sondern Luft, die ich genie\u00dfe. Tiefes Atmen ist n\u00e4mlich in der Tat etwas, das viele Menschen verlernt haben. Sie denken ununterbrochen an ihre zahllosen Erkrankungen und nat\u00fcrlich, insbesondere wenn es sich um Schwindel handelt, ist es beinahe unm\u00f6glich, dies nicht zu tun. Doch wie w\u00fcrden sie staunen, legten sie ihren Fokus f\u00fcr nur zehn Minuten einzig und allein auf ihre Atmung. Die auf Stress und Anspannung programmierte K\u00f6rperchemie k\u00f6nnte sich, wenn auch nur f\u00fcr einen Moment, neu ausrichten. Und das reicht bereits, um einen Heilungsprozess zu initiieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1921\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6327\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-1536x1153.jpg 1536w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20200719_114418-edited-2-2048x1537.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo sitzt denn nun der Schwindel?<\/h2>\n\n\n\n<p>Klingt doch alles ganz gut, nicht? Gut und simpel. Aber irgendwie auch nichtssagend. Denn wir wissen noch immer nicht, welches scheinbar stressanf\u00e4llige Teil in uns diesen Schwindel ausl\u00f6st. Tja wisst ihr, ich w\u00fcrde sagen, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der arme Atlas als S\u00fcndenbock ist zur Zeit zwar ganz gro\u00df in Mode, was dieses und andere Themen betrifft, doch die Fixierung ALLEIN darauf erscheint mir nicht zielf\u00fchrend. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke: Die frustrierende und zugleich geniale Wahrheit lautet, dass es (oft) eigentlich keine Rolle spielt, woher irgendwelche Wehwehchen kommen. Entscheidend ist doch eher: Solange keine Ver\u00e4nderung passiert, wird alles so bleiben wie es ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df, ich habe versprochen, euch die Ursache <em>meines<\/em> Schwindels zu verraten. Das halte ich selbstverst\u00e4ndlich auch ein, doch ihr m\u00fcsst wissen, dass es bislang nur eine Vermutung ist. Um es zu pr\u00e4zisieren: Ich denke, ich habe einen Sechser im Lotto der seltenen und unsichtbaren Erkrankungen geschossen. Ich bef\u00fcrchte, ich habe <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/cci\/\">CCI<\/a>, also eine kraniozervikale Instabilit\u00e4t &#8211; schlimmstenfalls ausgel\u00f6st durch das <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/ursachen\/\">Ehlers-Danlos-Syndrom<\/a>. Klingt ziemlich weit hergeholt, was? Eben deshalb bin ich guter Dinge und glaube nicht wirklich, dass es so dramatisch ist.  Selbst wenn, wisst ihr, was ich glaube? Ich glaube, ich kann diese Erkrankung beherrschen. Denn wie jede andere Erkrankung ist auch diese nicht nur rein k\u00f6rperlich. Und genau dieses Wissen ist mein Trumpf. Warum? Kurz und b\u00fcndig ausgedr\u00fcckt: Der K\u00f6rper wirkt auf die Seele. Das merken wir zum Beispiel, wenn wir krank sind und deshalb traurig. Doch andersrum wirkt auch die Seele auf den K\u00f6rper. Wenn wir hoffnungsvoll sind, heilen wir. Also bin ich, schon allein deshalb, weil es aus diesem Blickwinkel viel vern\u00fcnftiger ist, hoffnungsvoll.    <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein gutes Ende<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl vieles hoffentlich einleuchtend klingt, erfordert es umzudenken und, zugegeben, auch ein bisschen Geduld. Wir sind es gewohnt, Probleme unverz\u00fcglich l\u00f6sen zu m\u00fcssen und erwarten dies auch von Menschen, darunter \u00c4rzte und Therapeuten, an die wir uns wenden, damit es umso schneller geht. <\/p>\n\n\n\n<p>Irritierend wird es f\u00fcr uns, sobald wir Geduld zeigen, doch nach zwei oder drei Wochen k\u00f6rperlicher und geistiger Neuorientierung noch immer keine deutliche Besserung eintritt. Besserung, liebe Leser, habe ich erst nach etwa einem halben Jahr versp\u00fcrt &#8211; zumindest was den Schwindel betrifft, denn darum geht es ja hier. Und immer wieder gab es R\u00fcckschritte, kleine, aber deftige. Doch nun, nach mehr als anderthalb Jahren, habe ich zum ersten Mal das Gef\u00fchl, ein St\u00fcckchen Kontrolle &#8211; \u00fcber den Schwindel! &#8211; zur\u00fcckgewonnen zu haben. Und das zum einen durch meinen Verzicht darauf, zum anderen durch die Erkenntnis, dass der Schwindel, der mich plagte und es manchmal immer noch tut, nichts weiter ist, als der Versuch, eine \u00c4nderung herbeizuf\u00fchren. Nun habe ich es &#8211; zumindest theoretisch &#8211; verstanden. Mein K\u00f6rper m\u00fcsste nicht l\u00e4nger rebellieren. Er k\u00f6nnte darauf vertrauen, dass ich nur noch tue, was gut f\u00fcr mich ist. Doch Vertrauen muss man sich bekanntlich hart zur\u00fcckerarbeiten. Und in meinem Fall ist Schwindel nur eine Baustelle von vielen weitaus gr\u00f6\u00dferen. Doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Stattdessen werde ich fortan alles daran setzen, mich nach meinen W\u00fcnschen und Neigungen zu entfalten. Dass ich das kann, wei\u00df ich nun. Denn ich bin stark genug, trotz eines kunterbunten <a href=\"http:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/symptomregenbogen\/\">Symptomregenbogens <\/a>mein Leben zu leben. Schon komisch, oder? Dieses Selbstvertrauen habe ich ausgerechnet meinem Schwindel zu verdanken. Stellt sich nur noch die Frage, ob er wirklich zum Krankheitsbild CCI geh\u00f6rt. Bis ich das wirklich wei\u00df, benutze ich \u00fcbergangsweise einfach die Selbstdiagnose &#8222;Halswirbelsauerei&#8220;. Ich finde, das bringt es gut r\u00fcber. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>(Foto: InstaWalli &#8211; Pexels)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In letzter Zeit erreichen mich viele Fragen zu einem Problem, das mich selbst nach Jahren noch r\u00e4tseln l\u00e4sst: Schwindel.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5863,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[270],"tags":[61,17,28,60,66,11,126,127,14,29,12,10,16,13,15,18],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.8 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Mein freundlicher Schwindel - wirbelwirrwarr<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Mein Schwindel begann im Sommer 2012. 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