{"id":18284,"date":"2025-12-10T20:40:18","date_gmt":"2025-12-10T19:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/?p=18284"},"modified":"2025-12-12T15:53:26","modified_gmt":"2025-12-12T14:53:26","slug":"cci-ist-kein-verrutschter-wirbel-und-auch-kein-lockeres-band-es-ist-ein-systemfehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2025\/12\/10\/cci-ist-kein-verrutschter-wirbel-und-auch-kein-lockeres-band-es-ist-ein-systemfehler\/","title":{"rendered":"CCI ist kein \u201everrutschter Wirbel\u201c und auch kein \u201elockeres Band\u201c &#8211; es ist ein Systemfehler"},"content":{"rendered":"\n<p>Alle reden, wenn es um CCI geht, immer vom \u201eschiefen Atlas\u201c oder dem &#8222;zu lockeren Band&#8220;. Aber das ist gar nicht der Knackpunkt (ha-ha). CCI entsteht nicht, weil ein Wirbel &#8222;verrutscht&#8220;, sondern weil ein Regulationssystem kippt, das Ecken und Kanten normalerweise ganz locker wegsteckt. Darum haben manche mit denselben Befunden null Beschwerden und andere crashen komplett. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Verrutschte&#8220; Wirbel ohne Symptome<\/h2>\n\n\n\n<p>Soll ich euch was sagen? Ein \u201eschiefer\u201c Atlas oder andere \u201everrutschte\u201c Halswirbel sind nicht automatisch gef\u00e4hrlich. Millionen Menschen haben sie \u2013 v\u00f6llig symptomfrei (Panjabi, 1992; Brinjikji et al., 2015). <\/p>\n\n\n\n<p>Zwar ist die Halswirbels\u00e4ule das Nadel\u00f6hr des K\u00f6rpers, durch das Strukturen laufen, die das Gehirn versorgen und solche, mit denen das Gehirn den K\u00f6rper steuert. Doch Zufallsbefunde zeigen immer wieder: Die Position der Wirbel allein macht nicht automatisch Beschwerden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/aa4472fe-3626-4835-aa2e-fd1381330447-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-18297\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/aa4472fe-3626-4835-aa2e-fd1381330447-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/aa4472fe-3626-4835-aa2e-fd1381330447-300x200.png 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/aa4472fe-3626-4835-aa2e-fd1381330447-768x512.png 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/aa4472fe-3626-4835-aa2e-fd1381330447.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ganz ruhig! Bildgebung hei\u00dft erstmal nicht viel (bis auf wirklich gravierende Ausnahmen, bei denen man aber wirklich nicht mehr r\u00e4tseln muss; Bild: Wirbelwirrwarr)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anatomie sieht kleine Katastrophen vor<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Anatomie erwartet Variation \u2013 sie geh\u00f6rt einfach dazu. Deshalb k\u00f6nnen Menschen selbst mit \u201ekatastrophaler\u201c Wirbels\u00e4ulenstruktur v\u00f6llig beschwerdefrei leben. Struktur ist n\u00e4mlich nicht gleich Funktion, und schon gar nicht gleich Regulation. Und regulieren kann unser K\u00f6rper richtig gut. Daf\u00fcr hat er etliche clevere Mechanismen entwickelt (Ghori et al., 2012).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Propriozeptive Redundanz<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Mechanismus ist die propriozeptive Redundanz. Redundanz bedeutet \u00dcberfluss oder Wiederholung, und meint in diesem Zusammenhang: Mehrere \u00fcberlappende Rezeptorsysteme versorgen den K\u00f6rper gleichzeitig mit Positions- und Bewegungsinformationen. Dieses \u201eZuviel\u201c ist ziemlich wichtig, da es immer wieder vorkommt, dass Rezeptoren mal blau machen. Durch den \u00dcberfluss k\u00f6nnen diese Ausf\u00e4lle jedoch kompensiert werden. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ligament\u00e4re Redundanz<\/h3>\n\n\n\n<p>Redundanzen finden sich auch woanders in den Kopfgelenken, und zwar in Form vieler B\u00e4nder, die \u00e4hnliche Aufgaben erf\u00fcllen &#8211; wie beispielsweise den Kopf zu stabilisieren. B\u00e4nder sind viskoelastisch, passen sich also an dauerhafte Spannung an und erzeugen einen Grundtonus (Pre-Stress). Ein dauerhaft \u201everrutschter\u201c Wirbel kann dadurch v\u00f6llig symptomlos bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gelenkfl\u00e4chen<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch die Gelenkfl\u00e4chen selbst stabilisieren: Im Bereich C0\u2013C1 sind sie konvex\/konkav geformt, wie eine Schale: selbstzentrierend und kippsicher. Zwischen C1\u2013C2 sind sie doppelt konvex, wie zwei Kurven, die sauber ineinander gleiten; ideal f\u00fcr stabil gef\u00fchrte Rotation. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Uncovertebralgelenke<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Uncovertebralgelenke wirken wie seitliche F\u00fchrungsschienen der unteren Halswirbels\u00e4ule. Wenn in den Kopfgelenken etwas lax ist, \u00fcbernimmt der Bereich darunter automatisch mehr F\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tiefe Nackenmuskulatur und neuromuskul\u00e4re Kontrolle:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die tiefen Flexoren, Extensoren und Suboccipitalmuskeln stabilisieren segmentgenau, in Millisekunden und feinmotorisch. Sie zentrieren Gelenke, bremsen Mikrobewegungen und gleichen ligament\u00e4re Schw\u00e4chen aktiv aus. Sie sind der wichtigste <strong>dynamische<\/strong> Stabilisator der Kopfgelenke.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Myodurale Br\u00fccke (Enix et al., 2014)<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Struktur verbindet die suboccipitalen Muskeln mit der Dura. Sie reguliert Duraspannung, beeinflusst Liquorfluss und sch\u00fctzt den Hirnstamm vor mechanischem Stress. Ein stiller, aber essenzieller Kompensator.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Faszien<\/h3>\n\n\n\n<p>Faszien lenken Kr\u00e4fte dreidimensional um, nehmen Spannung auf, verteilen Lasten und verhindern, dass einzelne Strukturen isoliert \u00fcberlastet werden. Besonders im oberen Nacken wirken sie wie ein feinmechanischer D\u00e4mpfer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Autonomes Nervensystem (ANS)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2021\/08\/06\/der-zauberhafte-vagus-nerv\/\">Vagusnerv<\/a>, der Hirnstamm und die zervikale Propriozeption bilden zusammen ein neurophysiologisches Schutzsystem. Sie regulieren Muskeltonus, d\u00e4mpfen \u00fcberschie\u00dfende Bewegungen und stabilisieren Reflexketten. \u00dcberlastet das ANS, entsteht Instabilit\u00e4tsgef\u00fchl \u2013 aber nicht unbedingt Instabilit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Visuelles und vestibul\u00e4res System<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Augen und das Gleichgewichtssystem stabilisieren permanent die Kopfhaltung. Starke visuelle Kopplung kann mechanische Schw\u00e4chen \u00fcberlagern; vestibul\u00e4re Reflexe stabilisieren Kopfbewegungen, selbst wenn die HWS strukturell Variation zeigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bewegungsstrategien<\/h3>\n\n\n\n<p>Der K\u00f6rper entwickelt automatisch alternative Bewegungsprogramme, wenn ein Segment schw\u00e4chelt \u2013 zum Beispiel weniger Rotation, mehr Thoraxrotation, mehr Kontrolle durch Atmung oder Muskelvorspannung. Das geschieht unbewusst und sch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Szenario: Lig. alare lax<\/h2>\n\n\n\n<p>Hier mal ein grobes Beispiel, damit sichtbar wird, wie diese ganzen Teammitglieder zusammenarbeiten. Ist das Ligamentum alare lax, w\u00e4re theoretisch die Begrenzung der Rotation und Seitneigung zwischen C1 und C2 abgeschw\u00e4cht. Praktisch aber verteilt sich die Last sofort auf andere B\u00e4nder. Parallel dazu spannen sich die Kapseln der Facettengelenke (stark untersch\u00e4tzte Stabilisatoren) st\u00e4rker an und die suboccipitale Muskulatur erh\u00f6ht ihren Tonus, um mit aktiver Stabilisierung die passive Stabilit\u00e4t zu unterst\u00fctzen. Zudem sichern Uncovertebralgelenke seitliche Bewegungen ab und das Nervensystem kreiert neue Bewegungsstrategien, um beispielsweise das Verletzungsrisiko zu senken. Die Myoduralbr\u00fccke wiederum entstresst den Hirnstamm, Faszien lenken Kr\u00e4fte um und die Propriozeption hilft beim Korrigieren potenziell sch\u00e4dlicher Bewegungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Solange diese und andere Regulationssysteme funktionieren, bleibt die Gesamtfunktion der Kopfgelenke stabil \u2013 auch wenn ein einzelnes Band lax ist. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Regulation ist Teamarbeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Regulation ist also Teamarbeit. Somit h\u00e4ngt Stabilit\u00e4t nie von einem einzelnen Band ab, zumal B\u00e4nder auch gar nicht die Hauptstabilisatoren unserer Kopfgelenke sind. Laut Panjabi (1992) sind sie in neutraler Position vor allem Sensoren, keine St\u00fctzen. <br>Die Hauptrollen \u00fcbernehmen eher: <\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Gelenkfl\u00e4chen (Platz 1), <\/li>\n\n\n\n<li>Muskeln (Platz 2) und <\/li>\n\n\n\n<li>Gelenkkapseln (Platz 3). <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und dieses gesamte System verzeiht Asymmetrien, <strong>solange<\/strong> es genug Teamkollegen gibt, die funktionsunf\u00e4hige Bereiche mittragen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kleine Einordnung<\/h2>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist ein Fass auch einmal voll. Weil entweder ein Schaden so verheerend ist, dass Regulation gar nichts mehr bringt &#8211; oder weil zu viele Regulationssysteme \u00fcberfordert sind. So oder so: Ist eine bestimmte Grenze \u00fcberschritten, kippt das System, Symptome entstehen und das Leben dreht sich auf den Kopf. Und genau diese Symptome braucht es letztlich, damit auff\u00e4llige Bilder der Kopfgelenke \u00fcberhaupt zu einer CCI-Diagnose werden k\u00f6nnen. Und ja, oft sind diese Symptome h\u00f6llisch. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Behandlungsm\u00f6glichkeiten verteilen sich nun auf einer gro\u00dfen Spannweite &#8211; von sanft-konservativ bis brutal-invasiv. Und nun hat man die Qual der Wahl bzw. m\u00fcssen Spezialisten entscheiden, ob im Einzelfall das Ende des Spektrums erreicht sein k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Intention, wenn ich hier Wissensschnipsel verbreite: Dass immer weniger Betroffenen nur noch eine allerletzte Option bleibt, weil sie durch besseres Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Entstehung von CCI bessere Entscheidungen treffen k\u00f6nnen. Was also diesen Beitrag betrifft, m\u00f6chte ich euch soweit auf (meinen) Stand bringen, dass ihr euch eine Frage stellt, die mir selbst seit einiger Zeit auf der Seele brennt: Wie zuverl\u00e4ssig spiegeln selbst die h\u00f6llischsten Symptome den tats\u00e4chlichen Schweregrad einer CCI wider?<br>Nicht nur im Hinblick auf eine Operation \u2013 sondern im Hinblick auf <em>jede<\/em> Therapie \u00fcberhaupt: ob sie sinnvoll ist, machbar ist und vom System \u00fcberhaupt angenommen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Um es \u00fcberspitzt ausdr\u00fccken &#8211; Worst Case Genickbruch: Hier ist die Sache ganz eindeutig. Die Bildgebung zeigt eine klare strukturelle Katastrophe, die Symptomatik ist eine Katastrophe (und bewegt sich au\u00dferhalb des Einflusses von Tagesform und Co) und die Therapie ist alternativlos.<br>Aber CCI bewegt sich in einem sehr breiten Spektrum. Und Messgr\u00f6\u00dfen, die weder normiert noch standardisiert sind, sollen <strong>gemeinsam mit subjektiven Symptomen<\/strong> \u00fcber die Therapie entscheiden &#8211; obwohl&#8230; Diesen Satz kann ich erst weiter unten beenden, denn er setzt etwas mehr voraus. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn wisst ihr, wer der \u00fcberhaupt bestimmt, ob und wie gut die oben beschriebenen Regulationssysteme funktionieren. Trommelwirbel: Es ist das Nervensystem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Nervensystem ist der Chef<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich wiederhole mich zwar, aber ich wiederhole mich f\u00fcr den guten Zweck: Als ich mitten im <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2024\/03\/12\/cci-und-heilung-einmal-zombie-und-zurueck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zombie-Zustand<\/a> hing, f\u00fchlte es sich an, als w\u00fcrde mein Kopf jeden Moment herunterfallen. Schwindel, Druck, Migr\u00e4ne, Panik, innere Vibrationen, Herzrasen beim Kauen, optische St\u00f6rungen, Derealisation \u2013 ein K\u00f6rper, der komplett au\u00dfer Kontrolle geraten war. Nat\u00fcrlich glaubte ich damals, das m\u00fcsse alles von meiner Halswirbels\u00e4ule kommen. Was auch sonst? Sie war voller Blockaden, \u00fcberbeweglich, das Upright-MRT zeigte Auff\u00e4lligkeiten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nun wei\u00df ich: Diese Auff\u00e4lligkeiten waren ebenfalls Symptome. Und zwar Symptome eines Systemzusammenbruchs. Dieses System besteht \u2013 wie Panjabi schon 1992 beschrieben hat \u2013 aus drei Teilen:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>dem passiven System (B\u00e4nder, Knochen, Gelenke) <\/li>\n\n\n\n<li>dem aktiven System (Muskeln, Faszien, myodurale Br\u00fccke)<\/li>\n\n\n\n<li>dem neuralen System (Hirnstamm, Propriozeption, Reflexe, autonomes Nervensystem)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das dritte System ist von allen der Chef, und damit derjenige, der entscheidet, ob der Nacken sich stabil anf\u00fchlt oder wie ein Sturz in den Abgrund. Und nicht nur das: Er ist auch derjenige, der all die oben genannten Kompensatoren steuert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fa5c9e65-9cfe-44e4-a55a-c1601dd62e83-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-18299\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fa5c9e65-9cfe-44e4-a55a-c1601dd62e83-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fa5c9e65-9cfe-44e4-a55a-c1601dd62e83-300x200.png 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fa5c9e65-9cfe-44e4-a55a-c1601dd62e83-768x512.png 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fa5c9e65-9cfe-44e4-a55a-c1601dd62e83.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Das Nervensystem ist der Chef. Und Chefs muss man in den Hintern kriechen. (Bild: Wirbelwirrwarrr)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mein Missverst\u00e4ndnis<\/h2>\n\n\n\n<p>Klar dachte auch ich lange: &#8222;Lauter Wirbel sind verrutscht. Aber wenn ich sie wieder richten lasse und flei\u00dfig Muskelaufbau betreibe, wird alles besser.&#8220; Also lief ich Therapien hinterher wie ein Zombie, der irgendwo ein St\u00fcck Hoffnung riecht. Alles ausprobiert. Alles gehofft. Alles verschlimmert. R\u00fcckblickend klar: Jede Therapie war ein neuer Stressreiz, und ein \u00fcberflutetes Nervensystem kann keinen einzigen Stressreiz tolerieren \u2013 egal wie gut gemeint. Meine pers\u00f6nliche Erkenntnis: <br>Mein K\u00f6rper war nicht kaputt. Mein System war \u00fcberlastet. Darum hat nichts mehr funktioniert. Darum hat jede Behandlung nur gekostet. Darum ist jede kleinste Kleinigkeit eskaliert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Wendepunkt: Ich begann, meine Regulation zu regulieren <\/h2>\n\n\n\n<p>Heute geht es mir gut. Aber nicht, weil mein Atlas pl\u00f6tzlich \u201eartig\u201c geworden w\u00e4re oder weil ich auf magische Weise nicht mehr \u00fcberbeweglich bin. Sondern weil ich mich dem Chef meines K\u00f6rpers zugewandt habe und ihm gab, was er brauchte, um wieder zu funktionieren. <strong>Sicherheit.<\/strong><br>Und das klappte!<\/p>\n\n\n\n<p>Warum?<\/p>\n\n\n\n<p>Weil Stabilit\u00e4t nicht von den B\u00e4ndern kommt. Sondern von der Qualit\u00e4t der neuromuskul\u00e4ren Steuerung.<br>Von der Art, wie das Nervensystem Spannung organisiert. Von der F\u00e4higkeit, Bewegungen zu koordinieren. Von der Regulation des autonomen Systems. Von sensorischer Integration.<br>Also nochmal: Von Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Macht Schokolade Lust auf Chips &#8211; oder andersrum?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das h\u00e4tte jetzt ein wundervoller Abschluss werden k\u00f6nnen, oder? Aber ich rieche, dass euch noch etwas auf der Seele brennt. Ich bin mal so frei und formuliere es aus. Ihr denkt wom\u00f6glich in etwa das:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ich habe gelernt: Wenn Wirbel &#8218;verrutschen&#8216;, dann reizen sie das Nervensystem und dann geht alles nur noch durcheinander. Wie kann es dann m\u00f6glich sein, mit Hilfe des Nervensystems zu heilen? <\/p>\n\n\n\n<p>Und da ist sie wieder, unsere geliebte Entweder-oder-Brille:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Entweder Psyche oder K\u00f6rper.<\/li>\n\n\n\n<li>Entweder Chips oder Schokolade.<\/li>\n\n\n\n<li>Entweder macht Instabilit\u00e4t das Nervensystem kaputt oder das Nervensystem macht instabil.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und das wiederum f\u00fchrt zu der Frage: Macht Schokolade Lust auf Chips? Oder andersrum? Und spielt das \u00fcberhaupt eine Rolle?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b3d9ec9a-2be6-4874-a1d7-df81519bdfbe-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-18302\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b3d9ec9a-2be6-4874-a1d7-df81519bdfbe-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b3d9ec9a-2be6-4874-a1d7-df81519bdfbe-300x200.png 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b3d9ec9a-2be6-4874-a1d7-df81519bdfbe-768x512.png 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b3d9ec9a-2be6-4874-a1d7-df81519bdfbe.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Chips oder Schokolade: Das ist doch im Grunde der Kern allen \u00dcbels. (Bild: Wirbelwirrwarr)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Man muss das Gehirn verstehen &#8211; denn es arbeitet anders, als man denkt<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor wir jetzt in die Frage einsteigen, ob Instabilit\u00e4t das Nervensystem verr\u00fcckt macht oder das Nervensystem Instabilit\u00e4t erzeugt, m\u00fcssen wir einmal verstehen, wie das Gehirn \u00fcberhaupt arbeitet. Denn das Gehirn reagiert nicht auf das, was JETZT passiert \u2013 sondern auf das, was es erwartet (Barrett, 2017). <\/p>\n\n\n\n<p>Muss man sich so vorstellen:<\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Gehirn existiert ein internes Modell unseres K\u00f6rpers in der Welt. Dieses Modell baut Vorhersagen dar\u00fcber, wie sich der K\u00f6rper in bestimmten Situationen anf\u00fchlen sollte, was wir wahrnehmen sollten und welche Handlungen sinnvoll w\u00e4ren. Erst danach kommen die tats\u00e4chlichen Reize aus der Umwelt oben drauf \u2013 und das Gehirn vergleicht seine Vorhersage mit der Realit\u00e4t. <br>Die Differenz daraus ist der sogenannte <strong>Prediction Error.<\/strong> Ist dieser Fehler klein, l\u00e4uft alles reibungslos, das Modell passt und das System freut sich, weil es durch seine gute Vorhersagte Energie sparen konnte. Ist der Fehler gro\u00df, muss das Modell korrigiert werden \u2013 und das kostet Kraft, erzeugt Spannung und Stress.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo die Vorhersagen entstehen und was damit passiert<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Vorhersagen entstehen im Default Mode Network. Das Salience Network entscheidet anschlie\u00dfend, welche Signale relevant sind, wie gravierend ein Prediction Error bewertet wird und wie der K\u00f6rper darauf reagiert. Beide Netzwerke sind eng mit den Bereichen im Gehirn verkn\u00fcpft, in denen K\u00f6rperempfindungen, Emotionen, Schmerz und autonome Prozesse zusammenlaufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie Vorhersagen bei Wackelh\u00e4lsen aussehen <\/h2>\n\n\n\n<p>Beim \u201eWackelhals\u201c passiert Folgendes: Das Gehirn erwartet aufgrund jahrelanger Erfahrung eine bestimmte, stabile Kopfhaltung und eine gewisse Bewegungsqualit\u00e4t. Die HWS-Sensoren melden jedoch ein anderes, schwankendes Bild. Dadurch entsteht ein massiver Prediction Error. Die Simulationen im Gehirn m\u00fcssen st\u00e4ndig neu berechnet werden, und das verbraucht Energie, f\u00fchrt zu Schutzspannung und macht das Gesamtsystem empfindlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folge ist ein typisches Symptomcluster: Schwindel, Benommenheit, Schwankgef\u00fchl, das Gef\u00fchl, der Kopf sei zu schwer, Nackenspannung, Kopfdruck, visuelle St\u00f6rungen und \u00dcberempfindlichkeiten. <br>Das Salience Network dreht hoch, weil diese Signale k\u00f6rpernah, schwer zu ignorieren und potenziell \u201egef\u00e4hrlich\u201c wirken \u2013 schlie\u00dflich hat all das irgendwie mit dem Kopf zu tun, und der ist ja nicht ganz unwichtig. Der Prediction Error erh\u00e4lt somit ein sehr hohes Gewicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Konsequenz richtet das Salience Network die Aufmerksamkeit immer st\u00e4rker auf den Nacken, erh\u00f6ht die Grundanspannung und aktiviert dauerhaft den Sympathikus. Das \u00e4u\u00dfert sich als innere Unruhe, starkes Alarmgef\u00fchl, hyperfokussierte K\u00f6rperwahrnehmung (\u201eIch sp\u00fcre jede Kleinigkeit\u201c) und schnellere Ersch\u00f6pfung. Das Ganze ist nicht psychosomatisch \u2013 es ist ein Gehirn, das mit unsicheren Signalen aus der HWS arbeiten muss und Schutzma\u00dfnahmen ergreift.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Psychodiagnosen haben hier ihren Ursprung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn das Default Mode Network immer wieder Simulationen erzeugt, die aufgrund widerspr\u00fcchlicher HWS-Signale zusammenbrechen, ger\u00e4t die Allostase unter Druck. Das System geht in eine defensive \u00dcberlebensstrategie: R\u00fcckzug, Reizvermeidung, hohe Alarmbereitschaft. Emotional \u00fcbersetzt sich das in Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit oder Gereiztheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also nicht ganz so einfach, wie viele \u00c4rzte uns das weismachen wollen: \u201eDu hast Angst, deshalb ist dein Nacken so.\u201c<br>Sondern: \u201eDein Nacken liefert chaotische Informationen, und dein Gehirn konstruiert daraus eine bedrohliche Realit\u00e4t.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber genau das l\u00e4sst sich therapeutisch nutzen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Hoffnungsschimmer inmitten des Chaos<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich halte fest: Das Gehirn reagiert nicht auf das, was tats\u00e4chlich passiert, sondern auf das, was es basierend auf Vorhersagen erwartet. Diese Vorhersagen sind dazu da, ohne gro\u00dfe Rechenleistung m\u00f6glichst effizient auf \u00e4u\u00dfere und innere Reize reagieren zu k\u00f6nnen, denn das spart Energie. (Kennt wir alle: Gute Vorbereitung ist alles.) Die Trefferquote dieser Vorhersagen wird f\u00fcr zuk\u00fcnftige \u00e4hnliche Gegebenheiten und Situationen stets bewertet und bei gro\u00dfen Abweichungen angepasst. Da dies bei Wackelh\u00e4lse jedoch wie der Versuch ist, einen Rohrbruch mit einem Taschentuch in Schach zu halten, steuert das Gehirn dagegen, indem es versucht, durch h\u00f6here Wachsamkeit zuverl\u00e4ssigere Prognosen zu erzeugen. Doch das hat etliche Nachteile: Signale werden \u00fcberinterpretiert oder g\u00e4nzlich falsch bewertet. Basierend darauf kommt es zur Symptomverschlechterung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Gehirn austricksen<\/h2>\n\n\n\n<p>Um aus diesem Prozess auszusteigen, dachte ich mir, m\u00fcssen die Regeln des Systems umgangen werden. Anders formuliert: Das System m\u00fcsste genau an der Stelle beeinflusst werden, an der es sich festgefahren hat: bei der Bedrohungsbewertung. Das bedeutet: Das Gehirn braucht Informationen \u00fcber die HWS, die keinerlei Bedrohung bedeuten und gleichzeitig nicht \u00fcberpr\u00fcfbar sind \u2013 also Zukunftssimulationen in Form interner Modelle, die nicht durch aktuelle nocizeptive oder propriozeptive St\u00f6rsignale sabotiert werden k\u00f6nnen. Denn die Zukunft ist noch nicht eingetreten \u2013 also kann das Gehirn sie nicht als falsch \u201emarkieren\u201c. Wozu? Damit ein regulativer Freiraum ohne Prediction Errors entsteht. In diesem Freiraum f\u00e4hrt das Salience Network herunter, der Sympathikus beruhigt sich und das System wird wieder aufnahmef\u00e4hig f\u00fcr Therapie, Bewegung und Reorganisation. Am Ende kehrt die Allostase zur\u00fcck \u2013 weil Simulation und erlebte Realit\u00e4t wieder \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Happy Ende. Jedenfalls f\u00fcr mich. <\/p>\n\n\n\n<p>All das macht den n\u00e4chsten Abschnitt irgendwie nutzlos, aber ich habs ja nun versprochen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Albtraum kommt \u00fcber zwei Wege<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt bei CCI im Grunde zwei Wege, wie der ganze Albtraum entstehen kann \u2013 und beide f\u00fchren am Ende in denselben Teufelskreis. Der erste Weg beginnt &#8222;unten&#8220;, bei der Mechanik. Wird ein Band lax, ein Segment \u00fcberbeweglich oder die Kopfgelenke nach Trauma, Hypermobilit\u00e4t oder Entz\u00fcndung instabil, dann stimmt die Propriozeption nicht mehr. Die Kopfgelenke liefern dem Gehirnstamm normalerweise extrem pr\u00e4zise Daten, doch f\u00e4llt diese Pr\u00e4zision weg, wertet das Nervensystem diesen Zustand als Gefahr. Der Hirnstamm geht in Alarmmodus, das autonome Nervensystem schaltet hoch, die Muskulatur versucht mit Schutzspannung das Desaster abzufangen, die tiefen Stabilisatoren schalten ab, die Bewegungsqualit\u00e4t verschlechtert sich \u2013 und genau dadurch werden die Segmente noch instabiler. Die Instabilit\u00e4t erzeugt Nervensystem-Chaos, und dieses Chaos macht die Instabilit\u00e4t schlimmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Weg beginnt &#8222;oben&#8220;: im Nervensystem selbst. Chronischer Stress, Angst, Trauma, Schlafmangel, sensorische \u00dcberforderung, Dysautonomie oder zentrale Sensitivierung k\u00f6nnen das System so empfindlich machen, dass es selbst v\u00f6llig normale Bewegungen und Signale aus dem Nacken als Gefahr interpretiert. Dadurch ver\u00e4ndert das Nervensystem die Motorik: Die tiefen Muskeln werden schlechter angesteuert, die gro\u00dfen Oberfl\u00e4chenmuskeln \u00fcbernehmen und verspannen, die Atmung kippt in Brust- oder Stressmuster, die Bewegungsqualit\u00e4t wird unruhig \u2013 und pl\u00f6tzlich f\u00fchlt sich ein eigentlich stabiles Segment instabil an. Das Nervensystem hat durch Fehlsteuerung echte funktionelle Instabilit\u00e4t erzeugt, ohne dass ein Band gerissen oder ein Gelenk \u201everrutscht\u201c w\u00e4re. Und wenn die F\u00fchrung schlechter wird, wackelt die Mechanik tats\u00e4chlich, wodurch das Nervensystem noch nerv\u00f6ser reagiert. Auch hier: Fehlsteuerung erzeugt Instabilit\u00e4t, Instabilit\u00e4t verst\u00e4rkt Fehlsteuerung.<\/p>\n\n\n\n<p>So oder so: Man kann oben einsteigen oder unten \u2013 am Ende landet man im gleichen Kreislauf aus schlechter Propriozeption, \u00fcberreiztem Hirnstamm, autonomen Turbulenzen und Verlust von Stabilit\u00e4t. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reminder und Wurst<\/h2>\n\n\n\n<p>Erinnert ihr euch an das Modell von Wood und Kollegen (2015)?  Es beschreibt, was passiert, wenn nicht nur ein einzelnes Element im System schw\u00e4chelt, sondern das gesamte Netzwerk aus B\u00e4ndern, Faszien, Propriozeption und Hirnstamm gleichzeitig unter Stress ger\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausl\u00f6ser in diesem Modell ist eine starke Immunaktivierung, die das Bindegewebe angreift und die feinen Strukturen des Kopfgelenkbereichs verletzlicher macht. Dadurch wird der Hirnstamm empfindlicher, seine autonomen Zentren \u00fcberreagieren, die Propriozeption verschlechtert sich und die Muskulatur verliert an Feinsteuerung.<br>Mechanik und Neurophysiologie kippen hier also nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Das Ergebnis kennen wir: Es f\u00fchlt sich dann an, als w\u00fcrde jemand das Fundament und die Alarmanlage des Hauses zur gleichen Zeit zerst\u00f6ren: Die Stabilit\u00e4t sinkt, die Schutzsysteme \u00fcberdrehen, und das Fass ist voll.<br><br>Schokolade oder Chips &#8211; alles Wurst: Das Nervensystem bleibt ein wichtiger Joker, der zum Beispiel \u00fcber die Psyche bedient werden kann. Denn es ist \u2013 nochmal Trommelwirbel \u2013 neuroplastisch. Haben wir weiter oben gesehen, zeigt sich aber auch \u00fcberall sonst:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Nervensystem ist lernf\u00e4hig<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ich mir den Review von Louw &amp; Kollegen (2011) so anschaue, dann steht da im Grunde genau das wissenschaftlich drin, was ich in meinem Blog immer wieder runterbete \u2013 nur halt in Fachchinesisch: <br>Diese schlauen K\u00f6pfe werteten acht Studien mit insgesamt 401 Personen mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen aus \u2013 alles Untersuchungen, bei denen die Probanden nicht einfach nur klassische \u201eR\u00fccken- \/ HWS-Aufkl\u00e4rung\u201c a la \u201eBandscheibe kaputt, Gelenk abgenutzt\u201c bekam, sondern <strong>Neuroscience Education<\/strong>. Also: Unterricht dar\u00fcber, <em>wie<\/em> das Nervensystem Schmerz macht \u2013 mit Themen wie periphere und zentrale Sensibilisierung, Synapsen, \u201eLautst\u00e4rkeregler\u201c im R\u00fcckenmark, Gehirnnetzwerke und vor allem: Neuroplastizit\u00e4t.<br>Die Kernbotschaft dahinter: Schmerz ist kein exakter Gewebescanner. Denn zwischen Gewebebeschaffenheit und Aua steht das Nervensystem.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Nervensystem bewertet Bedrohung \u2013 basierend auf Gewebe, Erfahrungen, Gedanken, Stress, Angst usw. \u2013 und entscheidet dann, wie laut es \u201eAua!\u201c schreit. Und dieses System ist lernf\u00e4hig und damit ver\u00e4nderbar.<br>\u00dcber alle Studien hinweg zeigt das Review ziemlich klar:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Wenn Menschen verstehen, was im Nervensystem passiert,<\/li>\n\n\n\n<li>und begreifen, dass Sensitivit\u00e4t nicht gleich Gewebeschaden ist,<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>dann passiert Folgendes:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Schmerzen gehen runter,<\/li>\n\n\n\n<li>Behinderung\/Funktionsverlust nimmt ab,<\/li>\n\n\n\n<li>Katastrophisieren und Angst vor Bewegung werden weniger,<\/li>\n\n\n\n<li>Bewegung und k\u00f6rperliche Leistungsf\u00e4higkeit verbessern sich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und auch hier: Gleichgebliebene Strukturen, aber das Nervensystem lernte, sie anders zu bewerten und die Muskulatur\/Kompensationsmuster anders zu steuern. Wenn also der \u201eGefahren-Alarm\u201c im Nervensystem heruntergeregelt wird, kann ein ver\u00e4ngstigtes Nervensystem umprogrammiert werden \u2013 und damit Schmerz, Stress und Funktionsst\u00f6rungen verbessern, selbst wenn die Struktur sich nicht \u00e4ndert. <\/p>\n\n\n\n<p>Und genau deshalb ist es m\u00f6glich, hypermobile Kopfgelenke zu haben und trotzdem symptomfrei zu sein, so, wie ich es erlebe. Biomechanik ist eben nur ein Teil der Medaille. Regulation, also welche Muskeln wann wie anspannen, wie B\u00e4nder neuromuskul\u00e4r unterst\u00fctzt werden, wie Bewegungen eingeschr\u00e4nkt oder freigegeben werden, ist 100 % Nervensache. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ursuppe und der Kern der Sache nochmal anders: Es geht ums Tuning<\/h2>\n\n\n\n<p>Dass ein \u201eruhiges\u201c Nervensystem Kompensation steuert, taucht in der Sensorimotorik-Forschung immer wieder auf. Treleaven (2008) zeigt zum Beispiel, dass sowohl direkte St\u00f6rungen der Rezeptoren (Trauma, Isch\u00e4mie, Entz\u00fcndung, muskul\u00e4rer Umbau) als auch Stress das Muster ankommender Informationen ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, sodass das System in einen hypervigilanten, \u201elauten\u201c Zustand rutscht. Die Folge ist aber nicht einfach \u201emehr Schmerz\u201c, sondern ein ver\u00e4ndertes Tuning der gesamten Sensorimotorik. Das Nervensystem kompensiert also nicht mehr elegant, sondern reagiert \u00fcberzogen, ungenau oder vermeidend.<br>Und das passt ziemlich gut in meine ganz eigenen \u00dcberlegungen, die die Grundlage meiner Heilung waren: Das Nervensystem \u201eleidet\u201c nicht nur, wenn Instabilit\u00e4t da ist, sondern ist immer noch aktiv lernf\u00e4hig. Es kann zum Beispiel lernen, dass bestimmte Bewegungen oder Behandlungen sicher sind, und damit entsteht die Grundlage f\u00fcr neue Kompensationsstrategien. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und jetzt Schluss: Entspannt euch endlich!<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer nun immer noch glaubt, Entspannung sei blo\u00df \u201enice to have\u201c, hat das System nicht verstanden. Er hat nicht verstanden, dass nicht die Muskeln zuerst stabilisieren. Und auch nicht die B\u00e4nder. auch nicht die Therapie von au\u00dfen. Sondern das Nervensystem. <\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb reicht reine HWS-Muskelarbeit oft nicht. Deshalb gehen viele Behandlungen nach hinten los. Deshalb k\u00f6nnen instabile Wirbel allein <em>nicht<\/em> erkl\u00e4ren, warum Symptome explodieren oder verschwinden. Ein Nervensystem im Alarmmodus blockiert sinnvolle Kompensationen, sodass selbst gut trainierte Muskeln nicht richtig arbeiten k\u00f6nnen! Es interpretiert jede minimale Instabilit\u00e4t als drohende <strong>Katastrophe<\/strong> und erzeugt Symptome, die <em>schlimmer<\/em> sind als die anatomische Lage. Und es weht sich gegen Therapieversuche, weil es nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Entspannung und somit die Senkung des Bedrohungsempfindens ist also kein esoterischer Kram, sondern eine essentielle neurophysiologische S\u00e4ule:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Weniger sympathischer Stress = bessere Muskelansteuerung<br>(Passatore &amp; Roatta, 2006): Der Sympathikus greift direkt in die Muskelspindelregulation ein. Bei erh\u00f6htem Stress feuern Muskelspindeln unpr\u00e4zise und \u201e\u00fcberdreht\u201c. Das zentrale Nervensystem erh\u00e4lt Rauschen statt Signale. Kompensationsmuskeln regulieren schlechter. Das ist die physiologische Br\u00fccke zwischen Nervensystem regulieren und Stabilit\u00e4t verbessern.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ein Gedanke zum Abschluss kommt mir gerade: CCI ist eigentlich wie Pubert\u00e4t, nur ohne Pickel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">CCI ist wie Pubert\u00e4t: <strong>Der Chef im Kontrollraum ist \u00fcberfordert \u2013 und alles ger\u00e4t ins Chaos<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wisst ihr, was Pubert\u00e4t bedeutet? Der Pr\u00e4frontalcortex, der Chef im Gehirn, zust\u00e4ndig f\u00fcr Planung, \u00dcberblick, Impulskontrolle, Filtern von K\u00f6rpersignalen, Aufmerksamkeit, Emotionsregulation usw. wird umgebaut. Und w\u00e4hrend der Chef au\u00dfer Gefecht ist, muss vor\u00fcbergehend das <strong>limbische System<\/strong> einspringen. Nur ist das f\u00fcr Krisenmanagement ungef\u00e4hr so geeignet wie eine Operndiva im Escape Room: es f\u00fchlt viel, es \u00fcbertreibt viel, es reagiert impulsiv \u2013 aber sinnvoll f\u00fchren kann es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei CCI passiert biologisch etwas \u00c4hnliches:<br>Die neurophysiologischen Kontrollsysteme, die normalerweise Stabilit\u00e4t, Propriozeption, Augensteuerung und Gleichgewicht souver\u00e4n managen, sind \u00fcberfordert, \u00fcberlastet oder von chaotischen ankommenden Informationen \u00fcberflutet. Der \u201eChef\u201c der K\u00f6rpersteuerung \u2013 dein zentrales Nervensystem \u2013 ist nicht verf\u00fcgbar oder total gestresst. <br>Und wer \u00fcbernimmt? Die Alarm- und Schutzsysteme. Und auch sie sind reine Drama-Queens. Sobald aber die Chefetage wieder aktiv wird und klare, gefilterte Signale eintrudeln k\u00f6nnen, beruhigt sich der Laden. Die Systeme reifen nach, stimmen sich neu ab, kompensieren sauberer und das Chaos ebbt ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n, oder? Und jetzt &#8217;ne Folge Sailor Moon. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Barrett, L. F. (2017). <em>How Emotions Are Made: The Secret Life of the Brain.<\/em> Houghton Mifflin Harcourt.<\/p>\n\n\n\n<p>Brinjikji, W., Luetmer, P. H., Comstock, B., Bresnahan, B. W., Chen, L. E., Deyo, R. A., Halabi, S., Turner, J. A., Avins, A. L., James, K., Wald, J. T., Jarvik, J. G., &amp; Kallmes, D. F. (2015). Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations. <em>AJNR: American Journal of Neuroradiology, 36<\/em>(4), 811\u2013816. <a>https:\/\/doi.org\/10.3174\/ajnr.A4173<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Enix et al. (2014). The cervical myodural bridge, a review of literature and clinical implications.&nbsp;<em>The Journal of the Canadian Chiropractic Association<\/em>,&nbsp;<em>58<\/em>(2), 184\u2013192.<\/p>\n\n\n\n<p>Ghori, A. K., Leonard, D., &amp; Cha, T. (2012). <em>Biomechanics of the cervical spine: From the normal state to the injury state<\/em>. Seminars in Spine Surgery, 24(4), 196\u2013206. <a>https:\/\/doi.org\/10.1053\/j.semss.2012.05.006<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jull, G., Falla, D., Treleaven, J., Hodges, P., &amp; Vicenzino, B. (2007). Retraining cervical joint position sense: The effect of two exercise regimes. <em>Journal of Orthopaedic Research, 25<\/em>(3), 404\u2013412. <a>https:\/\/doi.org\/10.1002\/jor.20220<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Le Pera, D., Graven-Nielsen, T., et al. (2001). <em>Inhibition of motor system excitability at cortical and spinal level by tonic muscle pain.<\/em> Clinical Neurophysiology, 112(9), 1633\u20131641.<\/p>\n\n\n\n<p>Louw, A., Diener, I., Butler, D. 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(2008). <em>Sensorimotor disturbances in neck disorders affecting postural stability, head and eye movement control.<\/em> Manual Therapy, 13(1), 2\u201311.<\/p>\n\n\n\n<p>Wood, J., Varley, T., Hartman, J., Melia, N., Kaufman, D., &amp; Falor, T. (2025).&nbsp;<em>A mechanical basis: Brainstem dysfunction as a potential etiology of ME\/CFS and long COVID<\/em>&nbsp;[Preprint]. Preprints.org.&nbsp;<a>https:\/\/doi.org\/10.20944\/preprints202506.0874.v1<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle reden, wenn es um CCI geht, immer vom \u201eschiefen Atlas\u201c oder dem &#8222;zu lockeren Band&#8220;. Aber das ist gar nicht der Knackpunkt (ha-ha). CCI entsteht nicht, weil ein Wirbel &#8222;verrutscht&#8220;, sondern weil ein Regulationssystem kippt, das Ecken und Kanten normalerweise ganz locker wegsteckt. 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