{"id":14653,"date":"2023-09-26T13:17:04","date_gmt":"2023-09-26T11:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/?p=14653"},"modified":"2023-09-27T09:53:04","modified_gmt":"2023-09-27T07:53:04","slug":"woher-kommt-der-schwindel-denn-nun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2023\/09\/26\/woher-kommt-der-schwindel-denn-nun\/","title":{"rendered":"HWS-Schwindel: Fakt oder Fiktion?"},"content":{"rendered":"\n<p>Menschen, die sich mit Nackenproblemen plagen m\u00fcssen, klagen oftmals \u00fcber Schwindel, f\u00fcr den sich keine Ursache finden l\u00e4sst. Die Verbindung zur Halswirbels\u00e4ule liegt nah, doch Skeptiker tun sich schwer, zervikalen Schwindel als Diagnose anzuerkennen. Ich denke, es lohnt sich, genauer zu betrachten, weshalb der zervikale Schwindel so umstritten ist. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unspezifisch, aber l\u00e4stig<\/h2>\n\n\n\n<p>Der zervikale Schwindel, bei dem die Grundthese besagt, dass Nackenprobleme Schwindel verursachen, ist eines der umstrittensten klinischen Ph\u00e4nomene. Bef\u00fcrworter glauben, dass die Halswirbels\u00e4ule eine der h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Schwindel ist, Gegner wiederum argumentieren, dass die dahinterstehenden Theorien haltlos und irrelevant sind, die Diagnose bestenfalls ein Produkt unangebrachter Verlegenheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Welcher Riege man sich auch zuordnen m\u00f6chte, fest steht: Es existiert ein Symptom, das Gehwege in Wackelpudding verwandelt, Spontanit\u00e4t aberzieht wie ein Pr\u00fcgelstock und einem das Gef\u00fchl gibt, ein halbvoller Luftballon im Wind zu sein. Es raubt einem die Kraft, es macht Angst, und es belastet Beziehungen, egal, wie und ob es erkl\u00e4rt werden kann. Doch das muss es, damit Betroffene sich endlich ernstgenommen f\u00fchlen und Hilfe bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also lasst uns mal einen Blick von oberhalb auf das Mysterium zervikaler Schwindel riskieren. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann ist Schwindel zervikal?<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sich genommen ist Schwindel zun\u00e4chst ein ziemlich un\u00fcbersichtlicher Begriff. Denn je nach <strong>Ursache <\/strong>&#8211; und davon gibt es etliche -, muss er verschieden behandelt und zur besseren Abgrenzung entsprechend <strong>bezeichnet <\/strong>werden. Etwa so:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table alignleft is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td><strong>Ursache<\/strong><\/td><td><strong>Bezeichnung<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPV)<\/strong><\/td><td><em>Positionsschwindel oder Lagerungsschwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Vestibularneuritis<\/strong> <\/td><td><em>Peripherer Vestibularschwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Meni\u00e8re-Krankheit<\/strong><\/td><td><em>Meni\u00e8re-Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Orthostatische Hypotonie<\/strong><\/td><td><em>Orthostatischer Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Migr\u00e4ne<\/strong><\/td><td><em>Migr\u00e4neschwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Medikamentennebenwirkungen<\/strong><\/td><td><em>Arzneimittelinduzierter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Dehydratation<\/strong><\/td><td><em>Dehydratationsbedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>An\u00e4mie<\/strong><\/td><td><em>An\u00e4miebedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Infektionen<\/strong><\/td><td><em>Infektionsbedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Angst und Stress<\/strong><\/td><td><em>Stressbedingter oder angstbedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Neurologische Erkrankungen<\/strong><\/td><td><em>Schwindel aufgrund neurologischer St\u00f6rungen wie Schlaganfall-spezifischer Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Blutzuckerprobleme<\/strong><\/td><td><em>Diabetes-bedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Herzprobleme<\/strong><\/td><td><em>Kardiovaskul\u00e4r bedingter Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Halswirbels\u00e4ulenprobleme<\/strong><\/td><td><em>Zervikogener\/zervikaler Schwindel<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Innere Ohrverletzungen<\/strong><\/td><td><em>Schwindel aufgrund innerer Ohrverletzungen<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Eine kleine Sammlung m\u00f6glicher Schwindelursachen und die daraus abgeleiteten Schwindelarten.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ol>\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Entscheidend ist, dass m\u00f6glichst viele dieser Varianten medizinisch abgekl\u00e4rt werden, bevor eine bestimmte als Grundlage zuk\u00fcnftiger therapeutischer Vorhaben herangezogen wird. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Uns interessiert nun aber ganz besonders der zervikale Schwindel<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kriterien f\u00fcr zervikalen Schwindel<\/h2>\n\n\n\n<p>Damit von zervikalem Schwindel gesprochen werden darf, m\u00fcssen laut einiger Autoren gewisse Kriterien erf\u00fcllt sein (e.g. Li &amp; Peng, 2015; Wrisley et al, 2000):<\/p>\n\n\n\n<ol>\n<li>Nackensymptome sind vorhanden (Schmerzen; eingeschr\u00e4nkte, \u00fcberm\u00e4\u00dfige, unkontrollierte, unbeabsichtigte, unregelm\u00e4\u00dfige Bewegungen des Kopfes auf dem Nacken und\/oder des Nackens auf dem Rumpf, usw.), und diese Nackensymptome m\u00fcssen zeitlich mit dem Symptom des Schwindels zusammenfallen.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt eine Vorgeschichte von Nackenverletzungen, die der Entwicklung des Schwindelsymptoms vorausgeht.<\/li>\n\n\n\n<li>Beides trifft zu, das hei\u00dft, es gibt Nackensymptome und eine Vorgeschichte von Nackenverletzungen, die mit dem Auftreten des Schwindelsymptoms in Verbindung stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Magnusson &amp; Malmstr\u00f6m (2016) schlagen sogar vor, dass das Verschwinden des Schwindels nach einer Behandlung ein diagnostisches Kriterien sein sollte.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Vermutlich erkennen die meisten Leser sofort: Das bringt Probleme mit sich. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zufall durch Unsch\u00e4rfe<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Definition des zervikalen Schwindels setzt voraus, dass Nackenerkrankungen die Ursache f\u00fcr den Schwindel sind. Doch das ist schwierig zu beurteilen, zumal die M\u00f6glichkeit besteht, dass die zeitliche \u00dcberschneidung von Nacken- und Schwindelsymptomen zwar vorherrscht, die Beziehung jedoch eher zuf\u00e4llig als kausal ist. Nackenschmerzen und Schwindel sind schlie\u00dflich jeweils sehr h\u00e4ufige menschliche Erfahrungen. Selbst wenn jedes Symptom aus einer unabh\u00e4ngig auftretenden Ursache resultiert, ist die Wahrscheinlichkeit einer zeitlichen \u00dcberschneidung (Zufall) recht hoch. <\/p>\n\n\n\n<p>Thompson-Harvey und Hain (2018) fassen diese Idee zusammen, indem sie feststellen: <em>&#8222;Das Hauptproblem bei der Diagnose des zervikalen Schwindels darin besteht, dass die Symptome von Personen, die sowohl Nackenst\u00f6rungen als auch Schwindel haben, \u00fcberlappen k\u00f6nnen<\/em>.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Problem betrifft die Beziehung zwischen dem zervikalen Schwindel und Nackenverletzungen. Nackenverletzungen, wie sie bei Schleudertraumata auftreten, sind oft nicht auf den Nacken beschr\u00e4nkt. Schwindel nach Nackenverletzungen kann durch verschiedene Mechanismen verursacht werden, darunter ebenfalls nicht sofort ersichtliche Sch\u00e4den im Innenohr und im Gehirn. Dadurch wird eine ausschlie\u00dfliche Verbindung zwischen Nackenproblemen und Schwindel eher unwahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was die Sache mit der Besserung nach einer Behandlung betrifft: Placeboeffekt? <\/p>\n\n\n\n<p>Aber gucken wir uns trotzdem mal die bekanntesten Theorien \u00fcber den Nacken als Schwindelverursacher an. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Annahmen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Folgenden stelle ich euch eine Tabelle zur Verf\u00fcgung, die ich von Cherchi et al. (2021) gemopst und erweitert habe. Sie zeigt kurz und b\u00fcndig m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr HWS-Schwindel, \u00fcber die aktuell diskutiert wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td><strong>Mechanismus<\/strong><\/td><td><strong>Erkl\u00e4rung<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Hypoperfusion<\/td><td>Nackenbewegungen k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Arterien im Nacken durch Drehung oder Druck physisch beeintr\u00e4chtigt werden, was zu einer verminderten Durchblutung des Hirnstamms f\u00fchrt. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, dass Nackenbewegungen autonome Reaktionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen (z. B. durch Stimulation von Carotis-Barorezeptoren), was ebenfalls zu einer Minderversorgung f\u00fchrt.<\/td><\/tr><tr><td>Anatomie<\/td><td>Bei einer Person mit craniocervicaler Instabilit\u00e4t (CCI) k\u00f6nnen Nackenbewegungen eine Kompression des Hirnstamms provozieren.<\/td><\/tr><tr><td>Oculomotorik<\/td><td>Nackenbewegungen k\u00f6nnen durch verschiedene Mechanismen abnormal oculomotorische (Augenbewegungs-)Reaktionen ausl\u00f6sen.<\/td><\/tr><tr><td>Migr\u00e4ne<\/td><td>Nackenerkrankungen k\u00f6nnen Migr\u00e4ne ausl\u00f6sen, und Migr\u00e4ne kann Schwindel verursachen (Yacovino &amp; Hain, 2013). Eine andere M\u00f6glichkeit ist, dass Migr\u00e4ne sowohl Nackenbeschwerden als auch Schwindel verursacht.<\/td><\/tr><tr><td>Motorik<\/td><td>In einem erkrankten Nacken k\u00f6nnen Nackenbewegungen die efferenten (ausgehenden) motorischen Signale fehlerhaft modulieren.<\/td><\/tr><tr><td>Propriozeption<\/td><td>In einem erkrankten Nacken k\u00f6nnen Nackenbewegungen abnorme propriozeptive Signale erzeugen.<\/td><\/tr><tr><td>vaskul\u00e4r (&#8222;Rotational Vertebral Artery Syndrome&#8220; oder &#8222;Bow-Hunter Syndrome&#8220;)<\/td><td>Sorensen beschrieb 1978 in Form einer Fallstudie einen Patienten, bei dem die Symptome des zervikalen Schwindels nach dem Bogenschie\u00dfen auftraten. Die Hypothese besagt, dass bei Drehung des Kopfes eine Kompression einer der Arteriae vertebralis auftritt, normalerweise auf H\u00f6he des atlantoaxialen Gelenks. Dies f\u00fchrt zu den charakteristischen Symptomen. <br>Bis 2012 wurden etwa 40 F\u00e4lle ver\u00f6ffentlicht, bei denen prim\u00e4r Osteophyten (Knochenausw\u00fcchse) f\u00fcr die Kompression verantwortlich waren (Li &amp; Peng, 2015; Peng, 2018).<\/td><\/tr><tr><td>neurovaskul\u00e4r (Barr\u00e9-Lieou-Syndrom)<\/td><td>Degenerative Ver\u00e4nderungen und Instabilit\u00e4ten der Halswirbels\u00e4ule k\u00f6nnen den sympathischen Plexus um die vertebralen Arterien mechanisch irritieren. Dies k\u00f6nnte zu einer sympathischen Reizung und reflexartiger Vasokonstriktion im vertebrobasil\u00e4ren System sowie zu Isch\u00e4mie (Durchblutungsst\u00f6rungen) im Innenohr f\u00fchren, was unter anderem zervikalen Schwindel verursacht. Anfangs erschien diese Theorie plausibel. Sp\u00e4tere Tierversuche zeigten jedoch: Die elektrische Stimulation des sympathischen Nervensystems hat nur geringen Einfluss auf die zerebrale Durchblutung und verursacht weder Vasodilatation (Gef\u00e4\u00dferweiterung) noch Vasokonstriktion (Gef\u00e4\u00dfverengung; Li &amp; Peng, 2015; Yacovino &amp; Hain, 2013; Clendaniel &amp; Landel, 2014).<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die am h\u00e4ufigsten diskutierten Ursachen f\u00fcr HWS-Schwindel (Cherchi et al., 2021).<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Nummer eins<\/h2>\n\n\n\n<p>Die wohl beliebteste Theorie zum HWS-Schwindel bezieht sich auf die zervikale Propriozeption &#8211; die oft als unser sechster Sinn bezeichnet wird, weil sie K\u00f6rperempfinden, Kraftempfinden und Gelenkpositionssinn in sich vereint. Die Propriozeption im HWS-Bereich resultiert aus der hohen (genaugenommen sogar der im gesamten Muskelapparat h\u00f6chsten) Dichte von Muskel-Spindeln in der tiefen kurzen intervertebralen Nackenmuskulatur (Brandt, 1996). Darin eingebettet tummeln sich lauter Sensoren, die Propriozeptoren, die dem Gehirn mitteilen, wie sich der Kopf bewegt und wo er sich in Bezug zum K\u00f6rper befindet. Sie k\u00f6nnen dem Gehirn allerdings nicht die Position des Kopfs im Raum \u00fcbermitteln &#8211; daf\u00fcr ist das vestibul\u00e4re System (Gleichgewichtssystem) zust\u00e4ndig. Die Augen wiederum sehen, wo der Kopf sich in der Umgebung befindet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das zervikale propriozeptive System hat spezielle Verbindungen zum Gleichgewichts- und Sehsystem. Diese Verbindungen erstrecken sich bis in das Gehirn und erm\u00f6glichen eine Vereinigung der propriozeptiven, vestibul\u00e4ren und visuellen Informationen. Dadurch werden koordinierte Bewegung von Kopf, Augen, Nacken und K\u00f6rper erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Brandt (1996) erkl\u00e4rt: &#8222;<em>Die Wahrnehmung von Kopf- oder Rumpfrotationen im Raum w\u00e4re fehlerhaft, wenn nur vestibul\u00e4re Stimulation oder nur Nackenstimulation beteiligt w\u00e4re. Wenn jedoch die beiden Reize kombiniert werden (Kopfrotationen relativ zum Rumpf), spiegelt die Wahrnehmung sowohl die Rumpf- als auch die Kopfrotation im Raum die tats\u00e4chliche Position wider.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Indem also die Informationen des zervikalen propriozeptiven Systems, des Gleichgewichts- und Sehsystems zusammengef\u00fchrt werden, kann der K\u00f6rper verstehen, wie er sich im Raum bewegt. Das ist wichtig, um seine Haltung zu kontrollieren und den visuellen Fokus anzupassen (Gdowski &amp; McCrea, 2000).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Versagen dieser multisensorischen Integration (des Prozesses des Neugewichtens und Kombinierens mehrerer Eingabestr\u00f6me zur Erzeugung einer verl\u00e4sslichen Wahrnehmung) ist der am h\u00e4ufigsten postulierte Mechanismus, der der Idee des zervikogenen Schwindels zugrunde liegt, wobei fehlerhafte propriozeptive Signale aus dem Nacken die Hauptursache darstellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei m\u00f6gliche Entstehungswege f\u00fcr Schwindel<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn die Aktivit\u00e4t der zervikalen propriozeptiven Afferenzen beeintr\u00e4chtigt ist, kann Schwindel \u00fcber zwei Wege entstehen: <\/p>\n\n\n\n<p>Die erste M\u00f6glichkeit ist eine Diskrepanz zwischen den fehlerhaften Informationen aus der zervikalen Propriozeption und den korrekten Informationen aus den Sehreizen und dem Innenohr. <\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite M\u00f6glichkeit ist eine Diskrepanz zwischen beabsichtigter Bewegung und fehlerhaft wahrgenommener tats\u00e4chlicher Bewegung &#8211; wenn also die Erwartung nicht mit der Realit\u00e4t \u00fcbereinstimmt. (Nackenmuskelverspannungen oder -erm\u00fcdung k\u00f6nnen die propriozeptive Wahrnehmung beeinflussen.) Tests, die diese M\u00f6glichkeit pr\u00fcfen, sind zum Beispiel der \u201ccervical repositioning tests\u201d (Kristjansson &amp; Treleaven, 2009) und der \u201cjoint position error test&#8220; (Treleaven et al., 2006).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sache ist nur: Es hapert an der Nachweisbarkeit. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das fehlende Puzzlest\u00fcck <\/h2>\n\n\n\n<p>Um die Existenz zervikalen Schwindels zu beweisen, m\u00fcsste die gezielte Ansprache\/Stimulation des beteiligten sensorischen Systems \u2013 also der Nackenaffe\u00adrenzen \u2013 zu reproduzierbaren Sympto\u00admen f\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl f\u00fcr das Gleichgewichtssystem als auch f\u00fcr das visuelle System gibt es entsprechende Tests. Zum Beispiel bewirkt die kalorische Stimulation des Bogengangsystems (warmes oder kaltes Wasser oder Luft wird in den \u00e4u\u00dferen Geh\u00f6rgang geleitet) reproduzierbare Schwindelsymptome und Nystagmen, Schwindelentstehung bei Visusminderung wiederum kann \u00fcber die Beeinflussung der Selbstbewegungswahrnehmung demonstriert werden (Dichgans &amp; Brandt, 1978). Derartig reprodu\u00adzierbare Ph\u00e4nomene existieren f\u00fcr das propriozeptive System im Nacken bislang noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gibt Forschungsergebnisse, die zumindest nah dran sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Studienlage<\/h2>\n\n\n\n<p>Studien konnten zeigen, dass die Art und Weise, wie wir &#8222;geradeaus&#8220; und die &#8222;subjektive visuelle Vertikale&#8220; wahrnehmen, durch Nackenstimulation beeinflusst werden kann. Wenn beispielsweise ein Teil des Nackens elektrisch stimuliert wird, kann dies dazu f\u00fchren, dass wir unsere Vorstellung von &#8222;geradeaus&#8220; ver\u00e4ndern (Wapner et al., 1951). Ebenso kann die Vibration von Nackenmuskeln das Gef\u00fchl vermitteln, dass der Kopf geneigt ist oder dass sich ein visuelles Ziel scheinbar bewegt. In diesen F\u00e4llen verschiebt sich unsere Wahrnehmung von &#8222;geradeaus&#8220; in Richtung der vom Nacken stimulierten Stelle (Strubb et al., 1998). Des Weiteren k\u00f6nnen Vibrationen der Nackenmuskulatur bei Menschen l\u00e4ngere Ver\u00e4nderungen der Augenposition, visuelle Illusionen von Bewegungen und verst\u00e4rktes Schwanken des K\u00f6rpers verursachen (Lennerstrand &amp; Velay, 1996)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Verletzungen am Nacken k\u00f6nnen St\u00f6rungen der Balance und der Sehfunktion verursachen (Li &amp; Peng, 2015). In Studien wurde solch ein Zustand durch die Injektion von lokalen Bet\u00e4ubungsmitteln in den Nacken von Tieren simuliert &#8211; die mit Nystagmus (unwillk\u00fcrliche Augenbewegungen) und Ataxie (Koordinationsst\u00f6rungen) reagierten. Menschen wiederum zeigten Ataxie, das Gef\u00fchl des Fallens oder Neigens ohne Nystagmus (de Jong, 1977). <br>Die enge Verkn\u00fcpfung zwischen Nackenmuskulatur, Gleichgewicht und Sehfunktion ist deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">die Abwesenheit von Beweisen ist kein Beweis f\u00fcr das Fehlen von Beweisen<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber mei, die meisten medizinischen Ph\u00e4nomene, die schlie\u00dflich als Diagnosen akzeptiert wurden, begannen als unbewiesene Ideen, als Hypothesen, die getestet werden mussten. Bis es soweit ist, d\u00fcrfen wir nur eines nicht vergessen: Die Abwesenheit von Beweisen stellt keinen Beweis f\u00fcr das Fehlen von Beweisen dar. Also sollten wir offen f\u00fcr die M\u00f6glichkeit des Fortschritts in diesem Bereich bleiben und darauf hoffen, dass die Kontroverse um den zervikalen Schwindel letztendlich gel\u00f6st werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zweifel denkt immer an Dr. Kuklinskis (2018) Worte: &#8222;Patienten haben mit ihren Beobachtungen eigentlich immer Recht. Nur wir \u00c4rzte haben zu oft den Fehler gemacht, geschilderte Symptome ad acta zu legen, weil sie nicht in unsere bekannten Diagnose-Schubladen hineinpassten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Brandt, T. (1996). Cervical vertigo&#8211;reality or fiction?.&nbsp;<em>Audiology &amp; neuro-otology<\/em>,&nbsp;<em>1<\/em>(4), 187\u2013196. https:\/\/doi.org\/10.1159\/000259201<\/p>\n\n\n\n<p>Cherchi, M. et al. (2021). The Enduring Controversy of Cervicogenic Vertigo, and Its Place among Positional Vertigo Syndromes.&nbsp;<em>Audiology research<\/em>,&nbsp;<em>11<\/em>(4), 491\u2013507. https:\/\/doi.org\/10.3390\/audiolres11040045<\/p>\n\n\n\n<p>Clendaniel, R. A., &amp; Landel, R. (2014). Cervicogenic Dizziness. In S. Herdman &amp; R. Clendaniel (Eds.), Vestibular Rehabilitation. F. A. Davis Company.<\/p>\n\n\n\n<p>de Jong, P. T. et al. (1977). Ataxia and nystagmus induced by injection of local anesthetics in the Neck.&nbsp;<em>Annals of neurology<\/em>,&nbsp;<em>1<\/em>(3), 240\u2013246. https:\/\/doi.org\/10.1002\/ana.410010307<\/p>\n\n\n\n<p>Dichgans, J. &amp; Brandt, T. (1978). Visual-vestibular interaction: Effects on self-motion perception and postural control. In: Held R, Leibowitz HW, Teuber HL (eds). Handbook of Sensory Physiology. Vol 8: Perception. Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Furman, J. M. &amp; Cass, S. P. (1996). Balance disorders: a case-study approach. PA.<\/p>\n\n\n\n<p>Gdowski, G. T., &amp; McCrea, R. A. (2000). Neck proprioceptive inputs to primate vestibular nucleus neurons.&nbsp;<em>Experimental brain research<\/em>,&nbsp;<em>135<\/em>(4), 511\u2013526. https:\/\/doi.org\/10.1007\/s002210000542<\/p>\n\n\n\n<p>Kristjansson, E., &amp; Treleaven, J. (2009). Sensorimotor function and dizziness in neck pain: implications for assessment and management.\u00a0<em>The Journal of orthopaedic and sports physical therapy<\/em>,\u00a0<em>39<\/em>(5), 364\u2013377. https:\/\/doi.org\/10.2519\/jospt.2009.2834<\/p>\n\n\n\n<p>Kuklinski, B. (2018). Das HWS-Trauma. Ursachen, Diagnose und Therapie. Aurum.<\/p>\n\n\n\n<p>Li, Y., &amp; Peng, B. (2015). Pathogenesis, Diagnosis, and Treatment of Cervical Vertigo.&nbsp;<em>Pain physician<\/em>,&nbsp;<em>18<\/em>(4), E583\u2013E595.<\/p>\n\n\n\n<p>Lennerstrand, G. et al. (1996). Properties of eye movements induced by activation of neck muscle proprioceptors.\u00a0<em>Graefe&#8217;s archive for clinical and experimental ophthalmology = Albrecht von Graefes Archiv fur klinische und experimentelle Ophthalmologie<\/em>,\u00a0<em>234<\/em>(11), 703\u2013709. https:\/\/doi.org\/10.1007\/BF00292357<\/p>\n\n\n\n<p>Magnusson, M., &amp; Malmstr\u00f6m, E. M. (2016). The conundrum of cervicogenic dizziness.&nbsp;<em>Handbook of clinical neurology<\/em>,&nbsp;<em>137<\/em>, 365\u2013369. https:\/\/doi.org\/10.1016\/B978-0-444-63437-5.00026-1<\/p>\n\n\n\n<p>Peng, B. (2018). Cervical Vertigo: Historical Reviews and Advances.&nbsp;<em>World neurosurgery<\/em>,&nbsp;<em>109<\/em>, 347\u2013350. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.wneu.2017.10.063<\/p>\n\n\n\n<p>Pompeiano O. (1972). 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