{"id":13768,"date":"2023-08-02T10:52:21","date_gmt":"2023-08-02T08:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/?p=13768"},"modified":"2025-01-06T13:42:40","modified_gmt":"2025-01-06T12:42:40","slug":"ich-bin-krank-was-krankheits-identifikation-mit-uns-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/2023\/08\/02\/ich-bin-krank-was-krankheits-identifikation-mit-uns-macht\/","title":{"rendered":"Ich bin krank: Was Krankheits-identifikation mit uns macht"},"content":{"rendered":"\n<p>Die medizinische Diagnose ist eine wichtige und oft lang ersehnte Information, die wir \u00fcber unsere Gesundheit erhalten k\u00f6nnen. Sie stellt zudem einen Wegweiser f\u00fcr angemessene Behandlungen und Ma\u00dfnahmen dar. Was aber passiert, sobald eine Diagnose zu einem Teil von uns selbst wird? <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf Irrwegen<\/h2>\n\n\n\n<p>Chronische Erkrankungen sind, wie wir alle wissen, l\u00e4stig &#8211; um es mal zu untertreiben. Allerdings nicht nur weil man sie schwer loswird. Der \u00c4rger damit beginnt oftmals schon, bevor \u00fcberhaupt klar ist, worum es sich eigentlich handelt. <\/p>\n\n\n\n<p>Man muss sich vorstellen: Jemand mit <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/cci\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">instabilen Kopfgelenken (CCI\/AAI)<\/a> sucht mitunter Monate bis Jahre oder sogar Jahrzehnte nach einem Arzt, der ununterbrochene <a href=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/symptomregenbogen\/\">Symptom\u00fcberg\u00fcsse<\/a> nicht reflexartig mit Geisteskrankheiten in Verbindung bringt, sondern sie qualifiziert zu etikettieren wei\u00df. Geduld und Durchhalteverm\u00f6gen sind daf\u00fcr gute Begleiter, denn der Weg zur richtigen Diagnose verl\u00e4uft an zahlreichen Stellen in irref\u00fchrende Sackgassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Wirr_sketch_of_a_shining_path_with_dead_ends_on_its_side_birds__33143ac3-cdd2-4c22-9104-2e2ff8d8107e-edited.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13797\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Wirr_sketch_of_a_shining_path_with_dead_ends_on_its_side_birds__33143ac3-cdd2-4c22-9104-2e2ff8d8107e-edited.png 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Wirr_sketch_of_a_shining_path_with_dead_ends_on_its_side_birds__33143ac3-cdd2-4c22-9104-2e2ff8d8107e-edited-300x225.png 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Wirr_sketch_of_a_shining_path_with_dead_ends_on_its_side_birds__33143ac3-cdd2-4c22-9104-2e2ff8d8107e-edited-768x576.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Der Weg zur Diagnose m\u00fcndet oft in Sackgassen. (Bild: wirbelwirrwarr)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn man br\u00f6ckelt <\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn viel Zeit, Geld und Gutglaube unter die Zahnr\u00e4der eines profitorientierten und allem Anschein nach ma\u00dfgeblich von lieblosen Flie\u00dfbandmedizinern mit Augenbinden angetriebenen Gesundheitssystems geraten, w\u00e4hrend gleichzeitig fr\u00fchere, selbstverst\u00e4ndliche Annahmen \u00fcber einen reibungslos funktionierenden K\u00f6rper zugrundegehen, beginnt man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu br\u00f6ckeln. Spezialf\u00e4llen wie uns hat unser Fortschritt nun mal nichts zu bieten &#8211; abgesehen von haltlosen Ratschl\u00e4gen, dummen Spr\u00fcchen oder das eine oder andere Ticket f\u00fcr die Psychiatrie. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Viele, die solche Erfahrungen sammeln mussten, ist eine korrekte Diagnose eine richtige Wohltat. Dramen dieser Art k\u00f6nnen sogar bewirken, dass jemand seine Diagnose fest in die Arme nehmen und gar nicht mehr loslassen m\u00f6chte &#8211; trotz dessen Schwere. Eigentlich nachvollziehbar, schlie\u00dflich ist Klarheit erstmal um Welten besser als diese nervenaufreibende Schwebe, in der man sich bis dahin weder farblos noch bunt zu f\u00fchlen wusste. Als &#8222;Leere des Selbst&#8220; wird dieser Zustand von Charmaz (1983) beschrieben. Und da sich Leere traditionell nicht anpacken l\u00e4sst, klingt &#8222;Ich habe instabile Kopfgelenke&#8220; schon um einiges besser. Sicherlich deshalb, weil das Wissen darum, was man hat, Kontrolle verleiht (Karnilowicz, 2011). <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontrolle und Verantwortung <\/h2>\n\n\n\n<p>Je h\u00f6her der Grad der Kontrolle, desto wahrscheinlicher ist es, dass Kontrolle psychologisch als Teil des Selbst erlebt wird (Karnilowicz, 2011). F\u00fcr das Selbst wiederum empfinden wir Verantwortung, sodass wir ebenfalls ein Verantwortungsbewusstsein als auch ein Schutzbed\u00fcrfnis gegen\u00fcber unserer Erkrankung entwickeln (Pierce et al. 2003). Und davon abgesehen: Was bleibt einem schon gro\u00dfartig \u00fcbrig? &#8218;Ne Diagnose ist ja im Prinzip ein Naturgesetz. Oder? <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das bin ich nicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Sozialwissenschaftler gehen davon aus, dass manche Menschen &#8211; sofern sie k\u00f6nnen &#8211; es eher vermeiden, sich mit Gruppen niedrigerem Status zu identifizieren, um als \u201enormal\u201c oder als Teil der dominanten Gruppe zu gelten (Charmaz, 1995). Eine M\u00f6glichkeit, sich von solchen Gruppen abzugrenzen, ist der Einsatz bestimmter Bew\u00e4ltigungsstrategien (Branscombe &amp; Ellemers, 1998). F\u00fcr zum Beispiel behinderte Menschen konnte man folgende Strategien entdecken: <\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>die Verleugnung des eigenen Behindertenstatus<\/li>\n\n\n\n<li>das Verheimlichen oder Ausgeben als nichtbehindert<\/li>\n\n\n\n<li>das Herunterspielen der Bedeutung der Behinderung<\/li>\n\n\n\n<li>und die \u00dcberwindung von Einschr\u00e4nkungen, um Leistungsstandards zu erf\u00fcllen (Olney &amp; Brockelman, 2003). <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Tja, wer kann, der kann. Und wer nicht kann (siehe oben), muss eben das Beste draus machen &#8211; mit der Krankheit als Teil des Selbst. Nur, was hei\u00dft das eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehr als Wahrnehmung <\/h2>\n\n\n\n<p>Die Identifikation mit einer medizinischen Diagnose geht \u00fcber die blo\u00dfe Krankheitswahrnehmung hinaus. Sie dr\u00fcckt somit nicht nur aus, wie eine Person ihre Krankheit sieht, sondern auch, wie stark die Krankheit die Art und Weise beeinflusst, wie sie \u00fcber sich selbst denkt, und inwieweit die Krankheit in das Selbstbewusstsein integriert wurde (Charmaz, 1995).<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00fcbergreifende Rahmen der Krankheitsidentit\u00e4t umfasst laut Oris et al. (2018) vier Konstrukte: <\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Engulfment (Verschlingung)<\/li>\n\n\n\n<li>Rejection (Ablehnung)<\/li>\n\n\n\n<li>Acceptance (Akzeptanz)<\/li>\n\n\n\n<li>Enrichment (Bereicherung)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die vier Konstrukte von Krankheitsidentit\u00e4t <\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber <strong>Engulfment<\/strong> ist die Reduktion auf die Krankheitsrolle zu verstehen und gibt somit den Grad an, in dem Patienten das Gef\u00fchl haben, dass ihre Krankheit ihre Identit\u00e4t dominiert (Oris et al., 2016). Patienten mit einer hohen Auspr\u00e4gung dieser Facette definieren sich vollst\u00e4ndig \u00fcber ihre Krankheit. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rejection <\/strong>bezeichnet das Ausma\u00df, in dem die Krankheit als Teil der Identit\u00e4t des Patienten abgelehnt und als Bedrohung oder f\u00fcr das Selbst inakzeptabel angesehen wird (ebd.). Hohe Ablehnungswerte m\u00fcnden oft in einem suboptimalen Selbstmanagement und einer suboptimalen Therapietreue. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Acceptance <\/strong>wiederum bezieht sich auf den Grad, in dem Patienten ihre Krankheit als Teil ihrer Identit\u00e4t akzeptieren. Patienten mit hohen Akzeptanzwerten geben sich M\u00fche, ein m\u00f6glichst normales Leben zu f\u00fchren, ohne ihre Krankheit zu leugnen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enrichment<\/strong> ist das vierte Konstrukt der Krankheitsidentit\u00e4t. Manche Menschen haben das Gef\u00fchl, dass ihre Krankheit ihre Werte und ihre Sicht auf das Leben ver\u00e4ndert hat und dass ihre Krankheit ihnen erm\u00f6glicht hat, als Person zu wachsen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13883\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-1024x1024.png 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-300x300.png 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-150x150.png 150w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-768x768.png 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-1536x1536.png 1536w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Picsart_23-08-02_10-45-03-729-2048x2048.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die vier Krankheitsidentit\u00e4ts-Konstrukte. (Bild: wirbelwirrwarr with pixart)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Prise Forschung <\/h2>\n\n\n\n<p>Wir sehen: Es gibt unterschiedliche M\u00f6glichkeiten, wie sich chronisch Kranke mit ihrer Erkrankung identifizieren. Die Frage ist nun, ob Krankheitsidentifikation auch umgekehrt einen Einfluss auf die zugrundeliegende Erkrankung hat. Die Forschung (die sich im Folgenden \u00fcber Herzpatienten hergemacht hat) sagt dazu:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Patienten, die sich durch ihre Erkrankung eingeengt f\u00fchlen (Engulfment), entwickeln eher Depressions- und Angstsymptome und nehmen k\u00f6rperliche Symptome st\u00e4rker wahr als Patienten, die sich nicht so sehr durch ihre Erkrankung vereinnahmt f\u00fchlen (Oris, 2018; wobei sich hier mal wieder die Frage stellt, was zuerst da war: Henne oder Ei?).<\/li>\n\n\n\n<li>Patienten, die eher ablehnend sind (Rejection), empfinden mehr k\u00f6rperliche Symptome (ebd.). Eigentlich kein Wunder, schlie\u00dflich zeigen diese Personen vermutlich nicht gerade viel Compliance. <\/li>\n\n\n\n<li>Patienten, die ihre Krankheit als Teil ihrer Identit\u00e4t akzeptierten (Acceptance), leiden unter weniger depressiven Zust\u00e4nden und Angstsymptomen sowie weniger k\u00f6rperlichen Symptomen (ebd.) <\/li>\n\n\n\n<li>Patienten, die sich durch ihre Erkrankung bereichert f\u00fchlen (Enrichment), erleben mehr k\u00f6rperliche Symptome. Dies k\u00f6nnte dadurch erkl\u00e4rt werden, dass Einzelpersonen erst erhebliche Auswirkungen ihrer Krankheit erleben m\u00fcssen, um als Person wachsen zu k\u00f6nnen (ebd.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:19px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass wir uns im Laufe unseres Lebens zwischen Krankheitsidentit\u00e4tszust\u00e4nden bewegen. Mal f\u00fchlen wir uns \u00fcberw\u00e4ltigt und neigen anschlie\u00dfend dazu, unsere Situation abzustreiten. Wenn es gut l\u00e4uft, k\u00f6nnen wir unsere Erkrankung akzeptieren und und uns sogar durch sie bereichert f\u00fchlen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Selbst und K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p>Dass Krankheitsidentifikation den K\u00f6rper beeinflusst, l\u00e4sst sich leicht verstehen. Nach Gadow (1982) bedeutet die menschliche Existenz im Wesentlichen eine Verk\u00f6rperung, da das Selbst untrennbar mit dem K\u00f6rper verbunden ist. Geist und Bewusstsein sind somit davon abh\u00e4ngig, dass wir einen K\u00f6rper bewohnen. K\u00f6rperliche Gef\u00fchle wiederum beeinflussen Geist und Bewusstsein &#8211; und umgekehrt, wie mittlerweile bekannt ist (Lipton, 2016; Phillips &amp; Pagnini, 2016).<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6rper-Geist-Verbindung m\u00fcsste jedem chronisch Kranken regelm\u00e4\u00dfig auf&#8217;s Butterbrot geschmiert werden, denke ich. Denn Tatsache ist: Jeder Einzelne mit einer Erkrankung entwickelt dieser gegen\u00fcber automatisch eine bestimmte Einstellung (Crum &amp; Zuckermann, 2017). Diese Einstellung wiederum wirkt wie das Sonnenlicht als Reiz auf jede unserer K\u00f6rperzellen (Lipton, 2016) und st\u00f6\u00dft k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungen an (Crum et al., 2017). <\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich dessen bewusst ist, besitzt, wie ich es so gern formuliere, einen waschechten Joker.  Denn w\u00e4hrend die Bew\u00e4ltigung einer Krankheit einerseits eine genaue \u00dcberwachung des K\u00f6rpers und der k\u00f6rperlichen Erfahrungen erfordert, ist die K\u00f6rper-Geist-Verbindung wie eine wertvolle Erinnerung, vorherrschende Beschwerden andererseits nicht zu stark in den Fokus vordringen zu lassen. Denn wenn die Selbstidentit\u00e4t sich nur noch um die Rolle des k\u00f6rperlich beeintr\u00e4chtigen Patienten dreht, da der sich fast ausschlie\u00dflich mit der Rolle des Kranken identifiziert (Paterson, 2001), schnappt bald darauf die Nocebo-Falle zu. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1919\" src=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13846\" style=\"width:840px;height:628px\" srcset=\"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-1536x1151.jpg 1536w, https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/pexels-cottonbro-studio-6753828-edited-2048x1535.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Es tut k\u00f6rperlich nicht gut, sich nur als kranker Mensch zu definieren. (Bild: cottonbro studio &#8211; pexels.com)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Placebo und Nocebo<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Placebo-\/Nocebo-Effekt geh\u00f6rt zu den am besten untersuchten Effekten, die der Geist auf den K\u00f6rper aus\u00fcbt. Da Placebos keine aktiven Wirkstoffe enthalten, werden ihre Effekte im Allgemeinen auf die \u00dcberzeugung des Patienten \u00fcber die Wirksamkeit der Behandlung zur\u00fcckgef\u00fchrt. Placebo-Effekte beziehen sich auf die erw\u00fcnschten Effekte, Nocebo-Effekte hingegen beziehen sich auf die erwarteten negativen Effekte, die durch eine Behandlung hervorgerufen werden (z.B. Nebenwirkungen). <\/p>\n\n\n\n<p>Der Placebo-Effekt h\u00e4ngt von mehreren Aspekten ab (Zion &amp; Crum, 2018), zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>psychologische Prozesse (z.B. fr\u00fchere Erfahrungen)<\/li>\n\n\n\n<li>soziale und kontextuelle Faktoren (z.B. die Beziehung zwischen Patient und Arzt) <\/li>\n\n\n\n<li>biologische Mechanismen (heilende Eigenschaften des K\u00f6rpers)<\/li>\n\n\n\n<li>psychologische Merkmale (z.B. Optimismus und Spiritualit\u00e4t) <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Placebos und Erwartungen, die jemand an seine Erkrankung stellt, werden in der Forschung zwar manchmal als zwei Paar Schuhe betrachtet (Placebos kommen von au\u00dfen, zum Beispiel als &#8222;Zuckerpille&#8220;; Erwartungen werden selbst erzeugt). Die Auswirkungen sind jedoch vergleichbar, denn der gemeinsame Nenner sind letztendlich die \u00dcberzeugungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen mehrere Personen mit der gleichen Diagnose vollkommen unterschiedliche Erwartungen an ihre Erkrankung stellen, auch unabh\u00e4ngig von der objektiven Faktenlage. Diese Erwartungen k\u00f6nnen starr oder wandelbar sein, zum Beispiel je nachdem wie starr oder wandelbar das Selbstkonzept beschaffen ist. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Starr vs. flexibel<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Selbstkonzept ist ein psychologisches Konstrukt, das durch zwischenmenschliche Erfahrungen innerhalb sozialer Kontexte gebildet und durch genetische Ausstattung sowie Erwartungen und Urteile bedeutender anderer &#8211; wie Eltern, Geschwister, Gleichaltrige usw. &#8211; beeinflusst wird (Skaalvik &amp; Bong, 2003). Es setzt sich zusammen aus der wahrgenommenen Identit\u00e4t einer Person und die Bewertung pers\u00f6nlicher Merkmale im Vergleich zu anderen in Bezug auf verschiedene Aspekte, wie das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild, die soziale Akzeptanz, das Verhalten sowie sportliche und akademische F\u00e4higkeiten &#8211; die ja durchaus eine gewisse Beeinflussbarkeit bei chronisch Kranken zeigen (Harter, 1985).<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das Selbstkonzept einer Person nicht flexibel, sondern sehr starr ausgepr\u00e4gt, geht dies Langer (1989) zufolge einher mit einer Form der Gedankenlosigkeit, bei der eine Idee oder Einstellung im Laufe der Zeit unver\u00e4ndert bleibt, selbst wenn sich die Situation oder der Kontext \u00e4ndert. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Genesung widersetzen <\/h2>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen wurde diese Dinge vor allem f\u00fcr psychische Erkrankungen erforscht (Yanos et al., 2020). In einem <a href=\"https:\/\/www.healthyplace.com\/blogs\/recoveringfrommentalillness\/2019\/3\/resisting-recovery-when-mental-illness-becomes-our-identity\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blogbeitrag<\/a> las ich dazu Folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sobald wir unser krankes Selbst als unser wahres Selbst betrachten, beginnen wir, unsere Geisteskrankheit mit unserer Identit\u00e4t gleichzusetzen. Das ist nicht grunds\u00e4tzlich schlecht, kann aber bei vielen Menschen dazu f\u00fchren, dass sie sich der Genesung widersetzen. [&#8230;] Wenn wir unsere Krankheit verbergen und unser krankes Selbst als unser wahres Selbst betrachten, verschmelzen wir unsere Krankheit auf sch\u00e4dliche Weise mit unserer Identit\u00e4t. Wenn Ihr krankes Selbst Ihr wahres Selbst ist, was passiert dann, wenn Sie beginnen, sich zu erholen? Ich habe die Antwort auf die harte Tour gefunden. Im Laufe der Jahre sabotierte ich jede m\u00f6gliche Verbesserung meiner geistigen Gesundheit, und ich konnte nicht herausfinden, warum. Ich wehrte mich gegen die Genesung, und es dauerte fast sechs Jahre, bis mir klar wurde, dass das daran lag, dass ich keine Ahnung mehr hatte, wer ich w\u00e4re, wenn es mir besser ginge.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn hier von Geisteskrankheiten die Rede ist, liegt der Gedanke auch in Bezug auf k\u00f6rperliche Leiden nahe, dass Personen mit starrem Selbstkonzept, die sich selbst in Bezug auf die Erkrankung definieren, ein sehr festgefahrenes Verhalten und ebenso monotone Bew\u00e4ltigungsstrategien an den Tag legen. Dadurch wird beispielsweise dem mitunter dynamischen Verlauf einer Erkrankung keine Beachtung geschenkt, empfehlenswerte  Ver\u00e4nderungen des Verhaltens nicht umgesetzt und nur einseitig nach L\u00f6sungen gesucht. Ganz sch\u00f6n kontraproduktiv. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tipps gegen starre Gedanken<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus einem Gef\u00e4ngnis auszubrechen, in dem man unwissentlich hockt, ist eine Herausforderung. Doch zugleich eine, die einen Versuch wert ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst braucht es Geduld. Dem K\u00f6rper gegen\u00fcber sowie auch sich selbst. Und Zuversicht, dass etwas zu unseren Gunsten geschehen kann &#8211; wenn auch erstmal unmerklich. <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem empfiehlt es sich, Atempausen einzulegen, um mal bewusst zu erleben, was die innere Stimme regelm\u00e4\u00dfig von sich gibt. Klingt es eher so? &#8222;Mir kann man nicht mehr helfen, es wird nur schlimmer.&#8220; Oder eher so? &#8222;Heute geht es schon besser, also besteht ja noch eine Chance.&#8220; Ich denke \u00fcbrigens oft an folgenden Spruch, um f\u00fcr mich den Wind aus den Segeln zu nehmen: &#8222;Zehn \u00c4rzte, zehn Diagnosen.&#8220; Hilft. <\/p>\n\n\n\n<p>Dem einem oder anderen kann es helfen, zu bestimmten Interessen und Hobbys zur\u00fcckzufinden, die bislang nicht durch die Erkrankung beeinflusst wurden. Wird dieser Aspekt des Selbst so gut wie m\u00f6glich ausgeformt, kann gleichsam eine Zuflucht abseits des Krankseins entstehen. Es hei\u00dft ja nicht umsonst: &#8222;Seit ich mache, was ich immer wollte, bin ich gesund.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunftsmusik <\/h2>\n\n\n\n<p>Wie Krankheitsidentifikation Einfluss auf  zugrundeliegende Erkrankungen aus\u00fcbt, ist vermutlich auch in Zukunft ein spannendes Forschungsthema &#8211; und erfordert weit mehr Sorgfalt und \u00dcberlegungen als ich im Rahmen meines Blogs anbieten k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Krankheitsidentit\u00e4t aber so wichtige Auswirkungen hat, stellt sich die Frage: Wie kann die Krankheitsidentit\u00e4t von Menschen mit chronischen Erkrankungen ver\u00e4ndert werden, um deren Genesung zu erleichtern? Vielleicht k\u00f6nnte eine speziell auf die Krankheitsidentit\u00e4t ausgerichtete Behandlung einen positiven Einfluss haben? Ich w\u00fcrde es jedenfalls mal ausprobieren wollen. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Branscombe, N. R., &amp; Ellemers, N. (1998). Coping with group-based discrimination: Individualistic versus group-level strategies. In J. K. Swim &amp; C. Stangor (Eds.), Prejudice: The target\u2019s perspective (pp. 243\u2013266). New York, NY: Academic Press.<\/p>\n\n\n\n<p>Charmaz K. (1983). Loss of self: a fundamental form of suffering in the chronically ill.&nbsp;<em>Sociology of health &amp; illness<\/em>,&nbsp;<em>5<\/em>(2), 168\u2013195. https:\/\/doi.org\/10.1111\/1467-9566.ep10491512<\/p>\n\n\n\n<p>Charmaz, K. (1995). The body, identity, and self: Adapting to impair\u00adment. The Sociological Quarterly, 36, 657\u2013680.<\/p>\n\n\n\n<p>Crum, A. et al. (2017). Making mindset matter.&nbsp;<em>BMJ (Clinical research ed.)<\/em>,&nbsp;<em>356<\/em>, j674. https:\/\/doi.org\/10.1136\/bmj.j674<\/p>\n\n\n\n<p>Crum, A., &amp; Zuckerman, B. (2017). Changing Mindsets to Enhance Treatment Effectiveness.&nbsp;<em>JAMA<\/em>,&nbsp;<em>317<\/em>(20), 2063\u20132064. https:\/\/doi.org\/10.1001\/jama.2017.4545<\/p>\n\n\n\n<p>Gadow S. (1980). Body and self: a dialectic.&nbsp;<em>The Journal of medicine and philosophy<\/em>,&nbsp;<em>5<\/em>(3), 172\u2013185. https:\/\/doi.org\/10.1093\/jmp\/5.3.172<\/p>\n\n\n\n<p>Harter, S. (1985). Self-perception profile for children. Denver, CO: Uni\u00adversity of Denver.<\/p>\n\n\n\n<p>Karnilowicz W. (2011). Identity and psychological ownership in chronic illness and disease state.&nbsp;<em>European journal of cancer care<\/em>,&nbsp;<em>20<\/em>(2), 276\u2013282. https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1365-2354.2010.01220.x<\/p>\n\n\n\n<p>Langer, E. (1989). Mindfulness: Addison-Wesley\/Addison. Wesley Longman<\/p>\n\n\n\n<p>Lazarus, R. &amp; Folkman, S. (1984).&nbsp;<em>Stress, Appraisal, and Coping<\/em>. New York: Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Li, L., &amp; Moore, D. (1998). Acceptance of disability and its correlates. Journal of Social Psychology, 138, 13\u201325.<\/p>\n\n\n\n<p>Lipton, B. (2016). Intelligente Zellen. Koha Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Olney, M. F., &amp; Brockelman, K. F. (2003). Out of the disability closet: Strategic use of perception management by select university stu\u00addents with disabilities. Disability and Society, 18, 35\u201350.<\/p>\n\n\n\n<p>Oris, L., et al. (2016). Illness Identity in Adolescents and Emerging Adults With Type 1 Diabetes: Introducing the Illness Identity Questionnaire.&nbsp;<em>Diabetes care<\/em>,&nbsp;<em>39<\/em>(5), 757\u2013763. https:\/\/doi.org\/10.2337\/dc15-2559<\/p>\n\n\n\n<p>Oris, L. et al. (2018). Illness Identity in Adults with a Chronic Illness.&nbsp;<em>Journal of clinical psychology in medical settings<\/em>,&nbsp;<em>25<\/em>(4), 429\u2013440. https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10880-018-9552-0<\/p>\n\n\n\n<p>Paterson, B. (2001). The shifting perspectives model of chronic illness. Journal of Nursing Scholarship, 33, 21-26.<\/p>\n\n\n\n<p>Phillips D. &amp; Pagnini F. (2016). Health and the psychology of possibility. <em>Critical Mindfulness<\/em>. 173-82. Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Pierce J., Kostova T. &amp; Dirks K. (2003) The state of psychological ownership: inte\u00adgrating and extending a century of research. Review of General Psychology 7, 84\u2013107.<\/p>\n\n\n\n<p>Skaalvik, E. M., &amp; Bong, M. (2003). Self-concept and self-efficacy revis\u00adited. In H. W. Marsh, R. G. Craven &amp; D. M. McInerney (Eds.), International advances in self-research (Vol. 1, pp. 67\u201389). Charlotte, NC: Information Age Publishing.<\/p>\n\n\n\n<p>Van Bulck et al. (2019). Illness identity: Capturing the influence of illness on the person&#8217;s sense of self.&nbsp;<em>European journal of cardiovascular nursing<\/em>,&nbsp;<em>18<\/em>(1), 4\u20136. https:\/\/doi.org\/10.1177\/1474515118811960<\/p>\n\n\n\n<p>Yanos, P. T. et al. (2020). The impact of illness identity on recovery from severe mental illness: A review of the evidence.&nbsp;<em>Psychiatry research<\/em>,&nbsp;<em>288<\/em>, 112950. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.psychres.2020.112950<\/p>\n\n\n\n<p>Zion, S. R., &amp; Crum, A. J. (2018). Mindsets Matter: A New Framework for Harnessing the Placebo Effect in Modern Medicine.&nbsp;<em>International review of neurobiology<\/em>,&nbsp;<em>138<\/em>, 137\u2013160. https:\/\/doi.org\/10.1016\/bs.irn.2018.02.002<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die medizinische Diagnose ist eine wichtige und oft lang ersehnte Information, die wir \u00fcber unsere Gesundheit erhalten k\u00f6nnen. Sie stellt zudem einen Wegweiser f\u00fcr angemessene Behandlungen und Ma\u00dfnahmen dar. 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