{"id":11618,"date":"2023-02-08T15:02:16","date_gmt":"2023-02-08T14:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/?page_id=11618"},"modified":"2026-10-06T16:48:56","modified_gmt":"2026-10-06T14:48:56","slug":"nitrosativer-stress","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wirbelwirrwarr.de\/index.php\/nitrosativer-stress\/","title":{"rendered":"Nitrosativer Stress"},"content":{"rendered":"\n<p>Stickstoffmonoxid klingt zun\u00e4chst wenig vertrauenerweckend. Tats\u00e4chlich ist NO aber keineswegs grunds\u00e4tzlich ein Schadstoff, sondern ein ziemlich wichtiges Signalmolek\u00fcl unseres K\u00f6rpers. Es hilft unter anderem dabei, Blutgef\u00e4\u00dfe zu regulieren, ist an neuronaler Signal\u00fcbertragung beteiligt und spielt auch im Immunsystem eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Problematisch wird es also nicht einfach dann, wenn irgendwo NO auftaucht. Interessant wird vielmehr, was in seiner Umgebung gleichzeitig passiert. Denn trifft Stickstoffmonoxid auf gr\u00f6\u00dfere Mengen Superoxid \u2013 ein reaktives Sauerstoffradikal \u2013, kann daraus Peroxynitrit entstehen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00b7NO + O\u2082\u00b7\u2212 \u2192 ONOO\u2212<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und damit wird aus einem physiologisch wichtigen Signalstoff pl\u00f6tzlich Teil einer ziemlich reaktionsfreudigen Mischung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn aus Signalgebung Stress wird<\/h2>\n\n\n\n<p>Peroxynitrit geh\u00f6rt zu den reaktiven Stickstoffspezies und kann unter ung\u00fcnstigen Bedingungen Proteine, Lipide und DNA ver\u00e4ndern. Auch mitochondriale Funktionen k\u00f6nnen dadurch beeintr\u00e4chtigt werden. Entscheidend sind allerdings Konzentration, Dauer, Entstehungsort und die F\u00e4higkeit der Zelle, solche reaktiven Verbindungen wieder abzufangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit anderen Worten:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>NO ist nicht das Problem. Auch Peroxynitrit ist nicht automatisch eine Katastrophe. Problematisch wird ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen der Bildung reaktiver Spezies und den M\u00f6glichkeiten des Organismus, damit umzugehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang wird von <strong>nitrosativem bzw. nitro-oxidativem Stress<\/strong> gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Spannende daran: NO und Superoxid konkurrieren gewisserma\u00dfen um die weitere Richtung des Geschehens. Steigt die Superoxidbildung stark an, reagiert NO sehr schnell damit zu Peroxynitrit. Dadurch steht weniger NO f\u00fcr seine normalen Signalaufgaben zur Verf\u00fcgung, w\u00e4hrend gleichzeitig st\u00e4rker oxidierende Verbindungen entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau deshalb ist die Gleichung \u201eviel NO = schlecht\u201c ein bisschen zu einfach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und was hat das mit CCI zu tun?<\/h2>\n\n\n\n<p>In \u00e4lteren CCI-Konzepten wird h\u00e4ufig angenommen, dass mechanischer Stress an der oberen Halswirbels\u00e4ule unter anderem zu Ver\u00e4nderungen der Hirndurchblutung, autonomer Daueraktivierung, Entz\u00fcndungsprozessen und schlie\u00dflich zu einer gesteigerten Bildung reaktiver Stickstoff- und Sauerstoffspezies f\u00fchren k\u00f6nnte.<br>Biologisch sind einzelne Teile dieser \u00dcberlegung durchaus vorstellbar. <strong>Dass CCI regelhaft einen systemischen nitrosativen Stress verursacht, ist bislang allerdings nicht ausreichend belegt.<\/strong><br>Auch eine m\u00f6gliche Ver\u00e4nderung der zerebralen Durchblutung bedeutet nicht automatisch, dass dem gesamten K\u00f6rper \u201eN\u00e4hrstoffe fehlen\u201c oder das Gehirn darauf zwangsl\u00e4ufig mit einer massiven NO-Produktion reagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit lohnt es sich, zwei Ebenen auseinanderzuhalten:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesichert ist<\/strong>, dass oxidativer und nitrosativer Stress an zahlreichen entz\u00fcndlichen, vaskul\u00e4ren und neurologischen Krankheitsprozessen beteiligt sein kann.<br><strong>Nicht gesichert ist<\/strong>, dass CCI \u00fcber eine festgelegte Kausalkette zu Nitrostress f\u00fchrt und dieser anschlie\u00dfend die Vielzahl der mit CCI beschriebenen Beschwerden erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kann man Nitrostress an Symptomen erkennen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Leider nein. Ersch\u00f6pfung, Benommenheit, Konzentrationsprobleme, Schlafst\u00f6rungen, reduzierte Belastbarkeit, Muskelschw\u00e4che oder ein Gef\u00fchl von \u201eBrainfog\u201c k\u00f6nnen bei sehr vielen unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Solche Beschwerden k\u00f6nnen deshalb Anlass sein, genauer hinzuschauen \u2013 sie sind aber <strong>kein spezifischer Hinweis auf nitrosativen Stress<\/strong>. <br>Das ist gerade bei komplexen chronischen Erkrankungen wichtig, weil eine lange Liste unspezifischer Beschwerden sehr schnell den Eindruck erzeugt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas habe ich alles. Also muss ich Nitrostress haben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>So funktioniert Diagnostik leider nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kann man Nitrostress testen?<\/h2>\n\n\n\n<p>In Forschung und Medizin lassen sich verschiedene Bestandteile des NO- und Redoxstoffwechsels untersuchen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es einen einfachen Urintest gibt, mit dem sich ein allgemeiner \u201eNitrostress\u201c zuverl\u00e4ssig diagnostizieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Beispiel ist Citrullin. Bei der Bildung von NO aus Arginin entsteht tats\u00e4chlich Citrullin. Trotzdem eignet sich die Citrullinkonzentration nicht als spezifischer Marker daf\u00fcr, wie viel NO ein Mensch produziert. Citrullin entsteht und verschwindet n\u00e4mlich auch \u00fcber zahlreiche andere Stoffwechselwege.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr andere h\u00e4ufig genannte Laborparameter. Methylmalons\u00e4ure wird beispielsweise vor allem zur Beurteilung des Vitamin-B12-Stoffwechsels verwendet und ist kein spezifischer Nitrostressmarker.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft kann gemessen werden. Das sogenannte FeNO wird klinisch jedoch vor allem genutzt, um eosinophile Entz\u00fcndungsprozesse in den Atemwegen \u2013 beispielsweise bei Asthma \u2013 einzusch\u00e4tzen. Ein hoher FeNO-Wert bedeutet nicht automatisch, dass im gesamten K\u00f6rper nitrosativer Stress besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Messung reaktiver Stickstoffspezies ist selbst in der Forschung anspruchsvoll. Je nachdem, welche Verbindung untersucht werden soll, werden unterschiedliche Verfahren ben\u00f6tigt \u2013 und selbst f\u00fcr Peroxynitrit existiert kein einzelner vollkommen spezifischer Routinemarker.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der NO\/ONOO\u2212-Zyklus<\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders bekannt wurde im Bereich chronischer Erkrankungen das sogenannte <strong>NO\/ONOO\u2212-Modell von Martin Pall<\/strong>. Die Idee dahinter ist spannend: Verschiedene Belastungen k\u00f6nnten zun\u00e4chst oxidativen oder nitrosativen Stress erh\u00f6hen. Dadurch entstehen unter anderem Superoxid und Peroxynitrit, die wiederum Zellfunktionen beeintr\u00e4chtigen und weitere Prozesse ansto\u00dfen k\u00f6nnten, durch die erneut reaktive Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen entstehen. Aus einem urspr\u00fcnglichen Ausl\u00f6ser k\u00f6nnte auf diese Weise theoretisch ein <strong>sich selbst verst\u00e4rkender Kreislauf<\/strong> werden. Pall schlug diesen Mechanismus als gemeinsames Erkl\u00e4rungsmodell f\u00fcr verschiedene chronische Erkrankungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist allerdings die Einordnung:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der NO\/ONOO\u2212-Zyklus ist ein Hypothesenmodell und keine allgemein best\u00e4tigte Erkl\u00e4rung f\u00fcr ME\/CFS, Fibromyalgie, Multiple Chemical Sensitivity oder CCI.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einzelne Bestandteile des Modells \u2013 oxidativer Stress, Peroxynitritbildung, mitochondriale Beeintr\u00e4chtigungen oder inflammatorische Signalwege \u2013 sind biologisch gut beschrieben. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass der von Pall vorgeschlagene komplette Kreislauf bei diesen Erkrankungen tats\u00e4chlich die zentrale Ursache darstellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und die Mitochondrien?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mitochondrien sind f\u00fcr ihren Stoffwechsel auf ein fein reguliertes Redoxmilieu angewiesen. Reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies k\u00f6nnen ihre Proteine, Membranen und Enzymsysteme beeinflussen und dadurch unter bestimmten Bedingungen die Energieproduktion beeintr\u00e4chtigen. Peroxynitrit kann deshalb durchaus zu <strong>mitochondrialer Dysfunktion<\/strong> beitragen. Aber auch hier steckt eine wichtige sprachliche Falle:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mitochondriale Dysfunktion ist nicht automatisch eine Mitochondriopathie im genetischen Sinn.<\/strong> Prim\u00e4re mitochondriale Erkrankungen entstehen durch krankheitsverursachende Ver\u00e4nderungen der mitochondrialen DNA oder von Genen im Zellkern, die f\u00fcr mitochondriale Funktionen wichtig sind. Nur Erkrankungen durch bestimmte Ver\u00e4nderungen der mitochondrialen DNA folgen typischerweise der maternalen Vererbung. Viele mitochondriale Erkrankungen beruhen dagegen auf Genen des Zellkerns und k\u00f6nnen beispielsweise autosomal-rezessiv, autosomal-dominant oder X-chromosomal vererbt werden. Daneben k\u00f6nnen Mitochondrien <strong>sekund\u00e4r<\/strong> in ihrer Funktion beeintr\u00e4chtigt werden \u2013 etwa im Rahmen anderer Erkrankungen, entz\u00fcndlicher Prozesse oder oxidativen Stresses. Eine solche erworbene mitochondriale Dysfunktion wird nicht einfach von der Mutter an ihre Kinder \u201eweitergegeben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bleibt also vom Nitrostress-Modell?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine ganze Menge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gut belegt ist:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>NO ist ein zentraler physiologischer Botenstoff.<\/li>\n\n\n\n<li>NO kann mit Superoxid zu Peroxynitrit reagieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Peroxynitrit und andere reaktive Spezies k\u00f6nnen Zellbestandteile ver\u00e4ndern und bei \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Bildung zu nitro-oxidativem Stress beitragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Mitochondrien geh\u00f6ren zu den m\u00f6glichen Angriffspunkten solcher Prozesse.<\/li>\n\n\n\n<li>Oxidativer und nitrosativer Stress wird bei zahlreichen Erkrankungen untersucht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Deutlich weniger klar ist dagegen<\/strong>, ob CCI typischerweise einen solchen Zustand hervorruft, ob er die vielf\u00e4ltigen Beschwerden bei CCI erkl\u00e4rt und ob sich daraus ein eigenes diagnostisches oder therapeutisches Konzept ableiten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit zeigt NO ziemlich eindr\u00fccklich, wie wenig der menschliche K\u00f6rper in Kategorien wie <strong>gut oder schlecht<\/strong> funktioniert. Dasselbe Molek\u00fcl, das unsere Gef\u00e4\u00dfe reguliert, Nervenzellen miteinander kommunizieren l\u00e4sst und Teil unserer Immunabwehr ist, kann unter v\u00f6llig anderen Bedingungen an der Entstehung hochreaktiver Verbindungen beteiligt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht das Molek\u00fcl allein entscheidet, sondern der Kontext.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Buchwald, D., &amp; Garrity, D. (1994). Comparison of patients with chronic fatigue syndrome, fibromyalgia, and multiple chemical sensitivities.&nbsp;Archives of internal medicine,&nbsp;154(18), 2049\u20132053.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>De Meirleir K, De Becker P, Nijs J, et al. (2002). CFS etiology, the immune system, and infection. Chronic Fatigue Syndrome, A Biological Approach, CRC Press. 201-228.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Donnay A. &amp; Ziem, G. (1999). Prevalence and Overlap of Chronic Fatigue Syndrome and Fibromyalgia Syndrome Among 100 New Patients with Multiple Chemical Sensitivity Syndrome. 1(5). 3-4.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kersten, W. (2009). Paradigmenwechsel im Verst\u00e4ndnis chronischer Zivilisationskrankheiten. Komplement\u00e4re und integrative Medizin. 50(4). 7-15.<\/p>\n\n\n\n<p>Kuklinski, B. (2008). <em>Praxisrelevanz des nitrosativen Stresses<\/em>. Umwelt &amp; Medizin Verlagsgesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kuklinski, B. (2018). Das HWS-Trauma \u2013 Ursachen, Diagnose und Therapie. Aurum.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Myhill, S. (2018). Diagnosis and treatment of chronic fatigue syndrome and myalgic encephalitis. It\u2019s mitochondria not hypochondria. Chelsea Green.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall, M.L., (2009). Explaining unexlained illnesses. Disease paradigm for chronic fatigue syndrome, multiple chemical sensitivity, fibromyalgia, post-traumatic stress disorder, gulf war syndrome, an others. informa.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall ML (2009) Multiple Chemical Sensitivity: Toxicological Questions and Mechanisms.<br>Chapter XX in General and Applied Toxicology, Bryan Ballantyne, Timothy C. Marrs, Tore<br>Syversen, Eds., John Wiley &amp; Sons, London.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall M.L. (2000) Elevated, sustained peroxynitrite levels as the cause of chronic<br>fatigue syndrome. Med Hypoth 54:115-125.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall M.L. (2000). Elevated peroxynitrite as the cause of chronic fatigue syndrome: Other inducers and mechanisms of symptom generation. J Chronic Fatigue Syndr2000;7(4):45-58.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall M.L. (2002). Levels of nitric oxide synthase product citrulline are elevated in sera of chronic fatigue syndrome patients. J Chronic Fatigue Syndr 10(3\/4):37-41<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall ML (2007) Nitric oxide synthase partial uncoupling as a key switching mechanism for<br>the NO\/ONOO\u2014 cycle. Med Hypotheses 69, 821-825.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pall, M.L. (2010). How Can We Cure NO\/ONOO\u2212 Cycle Diseases? A Review. https:\/\/www.clinicaleducation.org\/resources\/reviews\/how-can-we-cure-noonoo-cycle-diseases-a-review\/<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Rothman, S. (1983). Synaptic activity mediates death of hypoxic neurons. Science. 220: 536-538.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stickstoffmonoxid klingt zun\u00e4chst wenig vertrauenerweckend. Tats\u00e4chlich ist NO aber keineswegs grunds\u00e4tzlich ein Schadstoff, sondern ein ziemlich wichtiges Signalmolek\u00fcl unseres K\u00f6rpers. Es hilft unter anderem dabei, Blutgef\u00e4\u00dfe zu regulieren, ist an neuronaler Signal\u00fcbertragung beteiligt und spielt auch im Immunsystem eine Rolle. 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